Predigt NT
 

Predigt

Aktuell
Archiv
Links

Home

Predigt

Kirchen

Kinder-
gottesdienst
Konfirmanden
Gemeinde
Gemeindebrief
Gottesdienst
Links
Gästebuch
Sitemap
Kontakt
 

Christvesper 2008

Die Grundgedanken der Predigt sind dem Buch von Willi Hoffsümmer 122 Symbolpredigten durch das Kirchenjahr S. 28f entnommen.

Zu Weihnachten hat ja jeder so seine Rituale. Jeder weiß, was er für sein Weihnachtsfest braucht.

Ein bestimmtes Essen wird es heute geben, der Baum wird mit leuchtenden Kerzen dastehen, vielleicht werden auch noch Lieder gesungen.

Für viele gehört auch der Gang zur Kirche dazu. Und auch hier gibt es bestimmte Dinge, die dazugehören. Oh du fröhliche und Stille Nacht sollten gesungen werden, das Krippenspiel der Kinder, wir haben es eben gesehen. Ein Weihnachtsbaum sollte auch dabei sein.

Ja und eines, worauf wir ganz selten achten, gehört auch noch dazu. Wie gesagt, wir achten kaum drauf, er ist so selbstverständlich. Er steht auf dem Altar: Der Weihnachtsstern.

Der Weihnachtsstern ist eine Topfpflanze, die in diesen Wochen in vielen Wohnungen steht. Eine schöne Pflanze, die in den traditionellen Weihnachtsfarben rot und grün daher kommt, manche aber sind auch weiß und grün.

Es sind nicht nur Pflanzen, die in unseren Fenstern schön aussehen, es sind auch Pflanzen, die uns etwas erzählen von der Weihnacht und ihrer Bedeutung.

Nehmen wir zuerst mal den weißen Topf. Eigentlich sagt des der Name der Blume es schon: Weihnachtsstern. Die Blütenblätter in der Mitte sehen von weitem aus wie ein Stern. Und so erinnert uns die Weiße Mitte an den Stern von Bethlehem. Sterne bieten Orientierungen. In früheren Jahrhunderten und auch heute noch kann man mit Hilfe der Sterne den richtigen Weg finden, wenn man sie versteht zu lesen. So ist das auch mit dem Stern von Bethlehem. Auch er bietet Orientierung. Er sagt: Hier in Bethlehem ist etwas Wichtiges geschehen. Hier in Bethlehem findest du etwas, was dir Hilfe bietet im Leben. Der Stern führt uns zur Krippe, er führt uns zu Jesus, der unserem Leben eine gute Orientierung geben will. Wir feiern ja Weihnachten nicht, weil es so viel Spaß macht Geschenke zu verteilen oder zu bekommen, wir feiern Weihnachten weil in dieser Nacht der geboren ist, der für unser Leben eine große Bedeutung hat.

Wie der Stern über Bethlehem die Menschen zu ihm geführt hat, führt Jesus uns durchs Leben. Er ist das Licht der Welt. Der weiße Weihnachtsstern erinnert an dieses Licht der Welt, das uns geschenkt ist. Es zeigt uns, dass auch inmitten der Dunkelheiten des Lebens ein Licht für uns leuchtet. Wenn wir Angst haben, wenn wir traurig sind, wenn wir nicht so recht wissen, wie es weiter gehen soll, so will uns das Licht von Jesus sagen: du musst nicht verzweifeln, du darfst nach vorne schauen. Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, muss unsere Nacht nicht traurig sein. So hat mal jemand in einem Lied gedichtet.

Und das erzählt uns der Weihnachtsstern, wenn wir ihn nicht nur als schöne Blume sehen, sondern als etwas, das uns an diese frohe Botschaft von Gott erinnern will. Wer das Licht von Jesus vor Augen hat, der weiß, dass er niemals alleine ist und er weiß auch, welche Weg gut sind, wie wir leben sollen, was uns gut tut. Denn Jesus der Heiland ist das Licht der Welt.

Und auch der rote Weihnachtsstern erzählt uns etwas. In der Mitte leuchtet die rote Farbe. Sie steht für das Herz, für Blut und für Liebe. Und alles hat etwas mit Gott und Jesus zu tun. In dem Kind in der Krippe da wird Gott geboren als Mensch aus Fleisch und Blut. So wie wir, so ist auch Gott geworden, um uns ganz nahe zu sein. Geboren von Maria musste er seinen Weg ins Leben gehen wie wir, bis er als Erwachsener seine Botschaft in die Welt getragen hat. Das ist ein schönes Bild, dass Gott diesen Weg gegangen ist, denn so wissen wir ihn, von Anfang an auf unserer Seite.

Mit Jesus schenkt uns Gott sein Herz. auch dafür steht der rote Weihnachtsstern. Denn in Jesus Christus zeigt Gott, dass er ganz nahe bei den Menschen sein will, er will beim Herzen der Menschen sein. Und für „beim Herzen Sein“ gibt es auch noch ein anderes Wort: Barmherzigkeit. Gott ist bei unserem Herzen, er ist dort gegenwärtig, wo wir kaum jemanden hinlassen, nämlich im innersten unseres Lebens. Gott will in unsere Herzen dringen, um das zu tragen, was uns schwer auf dem Herzen liegt, er will zum Schwingen bringen, was uns darin fröhlich und freudig macht. Zu jedem einzelnen will er kommen. Und zu Weihnachten feiern wir dies mit dem Fest der Geburt des Kindes in der Krippe. Darin zeigt Gott sein Herz, in diesem Kind rührt er unser Herz und öffnet uns, damit wir von ihm angesprochen werden, dass er uns berührt und stärkt. Das ist sein Weg der Liebe zu uns Menschen. Damit darf ein jeder von uns aus diesem Gottesdienst gehen: Gott kommt zu dir, dir gilt seine Liebe, er ist für dich geboren.

Was noch fehlt und was zu dem weißen, wie zu dem roten Weihnachtsstern gehört sind die grünen Blätter. Grün, das wissen auch die Kinder, Grün ist die Hoffnung. Weil es Christus gibt, weil es das Kind in der Krippe gibt, den Mann am Kreuz, den Gott zu neuem Leben erweckt hat, darum dürfen wir gewiss sein, dass Gott auch für uns immer wieder neues Leben hat. Mag auch alles danieder liegen, es wird neues in die Welt kommen, was vor uns liegt. Wir feiern Jesu Geburt nicht nur weil wir Geburtstag eben jedes Jahr feiern, sondern weil darin deutlich wird, dieses zu uns Kommen gilt immer wieder neu in unserem Leben. Die Hoffnung wird immer neu entfacht – nicht nur zu Weihnachten. Aber da hat sie einen ihrer Ankerpunkte, weil mit dem Kind in der Krippe die Hoffnung auch in der ärmlichsten Hütte ihren Platz findet. Lassen wir uns dies sagen, vom Grün des Weihnachtsbaumes und vom Grün der Blätter des Weihnachtssternes.

Ein Letztes noch zum Schluss. Wie vermehrt man eigentlich Weihnachtssterne? Ich habe gelesen, dass dies auf zwei Weisen geschehen kann. Zum einen man bricht das Herz heraus und setzt es in die Erde, dann schlägt es Wurzeln. Oder man nimmt den Samen, der hier im Herzen des Sternes wächst.

Beides möchte ich auch symbolisch sehen. Wer in der Familie oder anderen Beziehungen etwas weitergeben will, das Wurzeln schlagen soll, der muss aus seinem Herzen austeilen. Liebe die aus dem Herzen kommt, sie schlägt Wurzeln und es wächst etwas Wunderbares.

Und das ist die Botschaft vom Weihnachtsstern. Aus dem Herzen kommt die Liebe, sie kommt aus Gottes Herzen. Seine Liebe gilt uns. Sie wurde Fleisch und Blut für uns. Wir dürfen sie weitergeben aus unserem Herzen und wir können darauf all unsere Lebenshoffnungen gründen. Und selbst wenn sich manche unserer Hoffnungen und Wünsche nicht erfüllen, wie das ja auch heute Abend sein wird, so bleiben wir dennoch umgeben von der größten Liebe, die es gibt und in der alle Wünsche aufgehoben sind. In diesem Sinne wünsche ich uns ein liebe- und hoffnungsvolles Weihnachtsfest. Amen

  oben

Liturgischer Ablauf

Orgelvorspiel

Begrüßung

Lied: Alle Jahre wieder

Gebet:

Vater im Himmel!

Es ist Heiliger Abend.

Die Geburt deines Sohnes geschah in dieser Nacht. So kommen wir vor dir zusammen, um dieses Fest zu feiern. Komm du nun auch zu uns. Lass uns hören und erkennen, wie nahe du uns bist, wie sehr du uns beschenkst in dieser Nacht. Erfülle uns mit Tiefe dieser so besonderen Nacht.

Das bitten wir dich, der du die Fülle gebracht hast in Ewigkeit. Amen

Lied: 24, 1-4

Krippenspiel

Lied:

Predigt

Lied: 544 Stern über Bethlehem

Weihnachtsgeschichte

Lied 46 Stille Nacht

Abkündigungen

Fürbittengebet

Barmherziger Vater, gütiger Gott!

Dankbar schauen wir auf das Kind in der Krippe, dem lebendigen Zeichen deiner Menschenliebe. Erfülle uns mit dieser Liebe an diesen Weihnachtstagen und an jedem Tag unseres Lebens. Lass diese Liebe in uns wirken, als Quelle des Lebens und als Motor für unser Handeln mit den Menschen. Darum rufen wir zu dir: Herr erbarme dich.

Wir schauen zu den Menschen für die es schwer ist an Weihnachten. Lass ihnen das Licht der Heiligen Nacht aufgehen, auf dass ihre Dunkelheit nicht alles ergreift. Darum rufen wir zu dir: Herr erbarme dich.

Wir beten für die Kinder dieser Welt, die es nicht so gut haben, wie die Kinder bei uns. Mögen sie mit nur wenigen oder gar keinen Geschenken bedacht werden, so lass sie doch die Liebe spüren, die du in diese Nacht gebracht hast. Darum rufen wir zu dir: Herr erbarme dich.

Wir beten für alle, die heute miteinander diesen Abend verbringen, dass die Liebe und der Friede sichtbar werden, die uns in dieser Nacht geschenkt werden. Und für alle, die alleine sind bitten wir um gute und hoffnungsvolle Gedanken, sowie Zeichen dafür, dass niemand von dir vergessen ist. Darum rufen wir zu dir: Herr erbarme dich.

Vaterunser

Segen

44 Oh du fröhliche

 

Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.

  oben

 
Die Predigt wurde gehalten in
Groß Elbe und
Gustedt  und Klein Elbe

24. 12. 2008

Liturgischer
Ablauf
Predigt drucken
 

 

 

 

 

   

© für alle Seiten und Inhalte liegen bei Jürgen Grote