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Liturgischer Ablauf

24. Februar 2002 - Radiogottesdienst
übertragen aus der St. Martinskirche in Groß Elbe
Mitwirkende - Predigt

Glocken

Einführung durch den Redakteur

Bläservorspiel: Ich lobe meinen Gott

Wecker klingeln, gähnen

Sprecher: Aufstehen, dabei ist es doch noch so gemütlich im Bett. Aber es nun einmal wieder Morgen. Ein neuer Tag, ein Geschenk aus Gottes Hand. Ich bin noch müde, aber ich freue mich drauf. Meine Füße gehen die ersten Schritte an diesem Tag. Ich bin gespannt was der Weg an diesem Tag für mich bereit hat an Gewohntem und Ungewohntem, an Interessantem und Langweiligem. Überraschend wird es gewiß.

Kaffeetasse  eingießen – klappern

Einen Kaffee trinken. Erste Rast einlegen. Zeit haben für Gedanken an diesen geschenkten Tag. Was liegt so an: zunächst den Alltag bewältigen, das, was als erstes nötig ist. Aber es soll auch Zeit sein für Stille, fürs Innehalten und das was wirklich wichtig ist fürs Leben. Auch der Dank.

Nicht alles ist so angenehm heute, da kommt auch unangenehmes auf mich zu. Aber ich kann ihm nicht entfliehen, ich will das auch nicht. Das gehört zum Tag dazu. Darin liegt ein Teil der Fülle des Lebens.

Zeitung rascheln

Die Zeitung – Gedanken an das Gewesene. Die Zeitung am Morgen, das ist die Rückschau auf die Wege von Gestern. Und die Planung für den Tag. Denn so manche Informationen bestimmen ja auch diesen Tag.

Was wird wohl morgen in der Zeitung stehen? Wovon werden wir informiert, was wird uns freuen oder belasten?

Es ist ungeheuer spannend sich an den neuen Tag zu begeben. Jeder neue Tag ist wie ein Aufbruch in eine neue Welt – so bekannt sie auch sein mag. Jeder neue Tag ist ein Schritt in eine neue Zukunft mit Gott, der uns begleitet, wo wie er viel Menschen auf unzähligen Wegen begleitet hat. Gestern, heute und in Ewigkeit.

Und weil das so ist, wollen wir Gott dafür loben mit dem Lied: Lobet den Herren, alle die ihn ehren. Im evangelischen Gesangbuch ist dieses Lied unter der Nr. 447 zu finden.

Die ersten beiden Strophen singt der Chor und die 3. und die 7. Strophe singt die Gemeinde.  

EG 447  1. Lobet den Herren alle, die ihn ehren; lasst uns mit Freuden seinem Namen singen und Preis und Dank zu seinem Altar bringen. Lobet den Herren!

2. Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Nacht so väterlich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket: Lobet den Herren!  

3. Dass unsre Sinnen wir noch brauchen können und Händ und Füße, Zung und Lippen regen, das haben wir zu danken seinem Segen. Lobet den Herren!

7. Gib, dass wir heute, Herr, durch dein Geleite auf unsern Wegen unverhindert gehen und überall in deiner Gnade stehen. Lobet den Herren!

Wir beten mit Worten aus dem 119. Psalm:

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte

und ein Licht auf meinem Wege.

Erhalte mich durch dein Wort,

auf dass ich lebe,

und lass mich nicht zu Schanden werden in meiner Hoffnung.

Stärke mich, dass ich eine Zukunft habe

und Freude an dem,

was du von mir willst.

Lass mich fest halten, an deinem Wort,

auf dass nicht das Unrecht über mich kommt, denn es soll wohl ergehen allen,

die deinem Worte folgen.

Zeige mir den Weg deiner Gebote,

dass ich sie bewahre bis ans Ende.

Herr, dein Wort bleibt ewiglich

und gilt  so weit der Himmel reicht.

Deine Wahrheit währet für und für.  

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Gott. Es sind so viele Worte, die uns umgeben. Woran sollen wir uns halten? Welchen Worten sollen wir glauben und folgen? Hilf uns, dein Wort zu hören. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich. 

Jesus Christus, du bist das Vorbild der Menschlichkeit. Du zeigst den Weg zum Leben.  Vergebung, Versöhnung, Feindesliebe, Leiden. Doch wir erleben, wie mühevoll es ist,  deinem Weg zu folgen.  Wohin geraten wir, wenn viele Menschen so anders leben? Hilf uns, deinem Weg zu folgen.  Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich. 

Heiliger Geist,

du erfüllst unsere Gedanken mit Hoffnung und Vertrauen.

Doch wie schnell werden wir immer wieder davon fortgerissen, weil wir lieber anderen Anschauungen folgen. Schaffe dir Raum in uns,  auf dass wir durch dich leben. Darum rufen wir zu dir: Herr erbarme dich.

Gott erbarmt sich unser, er lässt uns nicht allein. Mögen auch Berge weichen und Hügel hinfallen, möge Mächte und Gewalten dieser Welt eine andere Sprache sprechen: Gottes Wort bleibt bestehen in Ewigkeit, er erfüllt die Verheißungen seines Geleites.

Chor: Laudate omnes gentes

 Lasst uns beten:

Gott, unser Vater. Du schenkst uns jeden neuen Tag und führst uns damit auf den Weg in ein unbekanntes Land. So bitten wir dich, gib uns die Kraft, nach vorne zu schauen, um mit Zuversicht den Weg zu gehen, den du bereitest.  Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Wir singen nun das Lied: Befiehl du deine Wege. Es ist zu finden unter der Nr. 361 im Evangelischen Gesangbuch.

361, 1 ) Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.  

2 ) Dem Herren musst du trauen, wenn dir's soll wohl ergehn; auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.  

4 ) Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir's nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun.  

8 ) Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, dass du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinaus geführet, das dich bekümmert hat.

Wir hören einen Abschnitt aus dem 1. Buch Mose im 12. Kapitel:

Und der HERR sprach zu Abram:

Geh aus deinem Vaterland

und von deiner Verwandtschaft

und aus deines Vaters Hause

in ein Land, das ich dir zeigen will.

Und ich will dich zum großen Volk machen

und will dich segnen und dir einen großen Namen machen,

und du sollst ein Segen sein.

Ich will segnen, die dich segnen,

und verfluchen, die dich verfluchen;

und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte. Amen

 

Bläserspiel: Abraham, Abraham, verlass dein Land

Wir wollen nun in der Gemeinschaft aller Christen unseren christlichen Glauben bekennen:

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern  Herrn.

Empfangen  durch  den  Heiligen Geist,

geboren  von  der  Jungfrau  Maria,

gelitten unter  Pontius  Pilatus,

gekreuzigt,  gestorben  und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am  dritten  Tage  auferstanden  von  den  Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich  glaube  an  den  Heiligen  Geist,

die  heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben.   Amen

311 Abraham, Abraham, verlass dein Land und deinen Stamm! Abraham, Abraham, verlass dein Land und deinen Stamm!

1. Mach dich auf die lange Reise in ein Land, das ich dir weise. Du sollst gegen allen Schein Vater meines Volkes sein.

Abraham, Abraham, verlass dein Land und deinen Stamm! Abraham, Abraham, verlass dein Land und deinen Stamm!

2. Ich versprech dir meinen Segen, bin mit dir auf allen Wegen; alle Menschen, groß und klein, solln in dir gesegnet sein.«

Abraham, Abraham, verlass dein Land und deinen Stamm! Abraham, Abraham, verlass dein Land und deinen Stamm!

3. Auf das Wort hin will er's wagen; ohne Klagen, ohne Fragen steht er auf und zieht er fort, Richtung zeigt ihm Gottes Wort.

Abraham, Abraham, verlass dein Land und deinen Stamm! Abraham, Abraham, verlass dein Land und deinen Stamm!

 

Predigt über Hebr. 11, 8 – 10

 

Wir wollen nun gemeinsam das Lied: Vertraut den neuen Wegen singen, es hat die Nummer 395 im Evangelischen Gesangbuch.

395, 1 Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt. Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand, sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.

2 Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit! Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid. Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht, der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.

3 Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.

 

Ewiger Gott!

Du hast uns Menschen deinen Segen und Deine Verheißungen gegeben. So können wir gewiss sein, dass Du auf dem Weg unseres Lebens mit uns gehst. Hilf uns, dass wir an Deinem Wort festhalten und vertrauensvoll unsere Schritte in die Zukunft gehen. Darum rufen wir gemeinsam: Kyrie eleison

Sei bei allen, die verzagt sind,  deren Zukunft leer und düster aussieht.  Öffne ihnen die Augen für das,  was Du an Gutem für sie bereit hast, was Du an Hilfe für sie anbietest. Darum rufen wir gemeinsam: Kyrie eleison

Sei bei allen, die vertrauen wollen, die sich aber selber im Wege stehen. Ermutige sie, sich selber aus der Hand zu geben, damit sie sich ganz auf Dich einlassen können. Darum rufen wir gemeinsam:

Kyrie eleison

Sei bei allen, die von der Last des Lebens bedrückt sind,  weil Krankheit, Leiden,  

Tod oder Trauer ihr Leben überschattet. Lass die Hoffnung auf Leben neu in ihnen wachsen,  auf dass sie mit Dir losgehen können. Darum rufen wir gemeinsam:  Kyrie eleison

Sei bei Deiner Kirche,  dass sie das Wort des Glaubens lebendig verkündigt  und so Menschen ermutigt zum Leben und zum Dienst für andere. Stärke du unseren Glauben, auf dass wir in Deinem Sinne in der Welt leben. Darum rufen wir gemeinsam: Kyrie eleison

All das, was uns persönlich auf dem Herzen liegt, legen wir hinein in das Gebet unseres Herrn Jesus Christus:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.


Wir gehen aus diesem Gottesdienst in den Alltag unseres Lebens. Gehen wir im Vertrauen darauf, dass wir auf all unseren Wegen nicht allein gelassen, sondern begleitet werden durch die Kraft unseres Gottes.

Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.

Amen

Bewahre uns Gott 171

171, 1) Bewahre uns, Gott,  behüte uns Gott,  sei mit uns auf unsern Wegen.  Sei Quelle und Brot  in Wüstennot,  sei um uns mit deinem Segen.  Sei Quelle und Brot  in Wüstennot,  sei um uns mit deinem Segen.   

2) Bewahre uns, Gott,  behüte uns, Gott,  sei mit uns in allem Leiden.  Voll Wärme und Licht  im Angesicht,  sei nahe in schweren Zeiten,  voll Wärme und Licht  im Angesicht,  sei nahe in schweren Zeiten.   

3) Bewahre uns, Gott,  behüte uns, Gott,  sei mit uns vor allem Bösen.  Sei Hilfe, sei Kraft,  die Frieden schafft,  sei in uns, uns zu erlösen,  sei Hilfe, sei Kraft,  die Frieden schafft,  sei in uns, uns zu erlösen.   

4) Bewahre uns, Gott,  behüte uns, Gott,  sei mit uns durch deinen Segen.  Dein Heiliger Geist,  der Leben verheißt,  sei um uns auf unsern Wegen,  dein Heiliger Geist,  der Leben verheißt,  sei um uns auf unsern Wegen. 

 

Orgelnachspiel

 Liturgische Texte und Liturgie zum downloaden (zip - 18kb)

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