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Konfirmation 2003  Mt 5, 14

(Die Idee mit der Tischlampe entstammt dem Buch: 144 Zeichenpredigten durch das Kirchenjahr von Willi Hoffsümmer)

Ich habe euch etwas mitgebracht. Eine Tischlampe. Sie ist nicht schön, es ist einfach meine alte Schreibtischlampe. Leider funktioniert sie nicht, sie strahlt kein Licht ab. Woran kann das liegen?
Kein Strom - Birne kaputt - Kabel kaputt.
Um eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen, da braucht man Strom. Der Durchfluss des Stromes bringt den Glühfaden zum Leuchten. Der Strom ist die Kraft, die nötig ist damit die Glühlampe leuchten kann.
Fürs Leben braucht man auch Kraft, damit man nach außen leuchten kann, damit man seine eigene Persönlichkeit auch darstellen kann. Wer keine Kraft hat, der wird auch nicht nach außen wirken, der wird nicht wahrgenommen, der wird in der Welt untergehen. Und Kraft bedeutet in diesem Fall nicht Muskelkraft, sondern innere Kraft, etwas, das einen tief im Innern antreibt und immer wieder stärkt.
Eine ganz bedeutsame Stromquelle des Lebens ist Jesus Christus. Sein Leben, seine Worte, seine Taten, sein Leiden und Sterben und auch sein Auferstehen, ist für viele Menschen etwas ganz besonderes. Wir Christen versuchen von dieser Stromquelle des Lebens zu schöpfen, daraus die Kraft zu ziehen, die wir brauchen, um leben, um leuchten zu können.
Viele Menschen wollen uns in unserem Leben sagen und zeigen, wo die Stromquelle des Lebens ist. Wie muss man sein, wenn man etwas darstellen will im Leben: coole Klamotten muss man anhaben, immer schön im Modetrend. Wenn nicht, bist du out und das heißt ja so viel wie draußen, dann stehst du abseits, man will nichts mit dir zu tun haben. Musik auch so eine Lebensquelle. Hier ist man schon toleranter, da muss nicht jeder den gleichen Geschmack haben, aber zueinander findet man doch erst richtig, wenn es dieselbe Richtung ist. Zigaretten, sie machen in den Augen vielen Jugendlicher erwachsen, man ist wer, wenn die Fluppe brennt und man cool und lässig die Asche abstreift und die Kippe in die Ecke schnippst. Oder heute: für viele Konfirmanden, die heute überall konfirmiert werden, ist es das größte sich ordentlich einen zu gießen. Sozusagen mit Erlaubnis und unter dem Ansporn der Erwachsenen sich vollaufen lassen, dann ist man erwachsen, dann ist man wer. So zumindest erscheint es, wenn man nach den Konfirmationen die Heldentaten hört.
Doch was ist das für eine Lebensquelle, die sich auf einen solch wackeligen Boden begibt? Eine Lebensquelle, die einen dumm im Kopf und krank an Leber, Lunge und Hirn macht, kann doch keine Kraft geben. Eine Lebensquelle baut auf, sie wird niemals zerstören, weder das eigene noch das Leben anderer.
Jesus als Lebensquelle anzusehen, heißt sich unabhängig zu machen, von den Vorstellungen und Gedanken derer, die uns Lebensquellen vorgaukeln wollen. Für Jesus ist ganz anderes wichtig, was letztendlich das Leben wirklich zum leuchten bringt. Er lebte Gemeinschaft vor, die sich nicht an vorgegebenen Äußerlichkeiten orientiert. Wie einer aussah, was er für eine Krankheit oder Lebensgeschichte hatte, das interessiert ihn erst mal gar nicht, sondern er ging auf die Menschen zu und nahm sie an, wie sie waren. Wir waren ja in Neuerkerode, diesem Behindertenheim im Elm: ihr habt davon gehört, dass in Nationalsozialismus Behinderte einfach als unwertes Leben abgestempelt wurden und vergast wurden. Christen haben sich dagegen gewehrt, weil sie den Wert des Menschen nicht an seinen geistigen Möglichkeiten festgemacht haben, sondern an der Liebe die von Gott her jedem Menschen gilt. So wie Jesus das vorgelebt hat.
Oder im Indienhaus in Hildesheim. Menschen werden in Kasten hineingeboren, die sie voneinander trennen, nur weil sie in die Familie hineingeboren sind. Christen brechen dies auf, weil sie keine Unterschiede zwischen Menschen sehen. So wird jeder Mensch als gleichwertig angesehen, jeder Mensch in gleicher Weise mit Liebe bedacht. Für Jesus gab es keinen Unterschied zwischen jung und alt, arm und reich, schlau oder dumm, krank oder gesund. Lebensquelle für alle Menschen in gleicher Weise.
Und Jesus hat vorgelebt, wie man miteinander leben kann: dadurch dass wir einander verzeihen, dass wir Schuld vergeben, dass wir aufeinander zugehen, dass wir füreinander einstehen, dass wir Gewalt auch vermeiden und verhindern. Ihr werden in einer Zeit konfirmiert, wo eine Weltmacht einen Krieg geführt hat, der jetzt schleichend zu Ende geht. Hier wird vorgemacht, dass Gewalt ein Mittel ist, um Interessen durchzusetzen. Ihr werdet in den nächsten Jahren sehen, was diese Gewalt für Erfolge gebracht hat. Ihr werdet erleben, ob dieser Welt auf Lügen aufgebaut war oder auf echten Erkenntnissen. Ihr werdet sehen, ob eine Weltmacht egoistisch eigene Interessen durchgesetzt hat, oder wirklich versucht Menschen zu einem besseren Leben zu führen.
Jesus ruft zur Gewaltvermeidung auf. Er will uns auf dieser Welt zu einem Leben führen, das nicht auf Gewalt setzt, weil Gewalt Gemeinschaft zerstört, weil der Tod regiert und eben nicht das Leben. Wer leben will, muss leben lassen, muss anderen ihr Leben lassen, sonst gibt es keine wirkliches Leben, sondern jeder muss in steter Angst leben, dass sein eigenes Leben bedroht ist. Jesus eröffnet Zukunft, indem er Wege der Gewalt durchbricht und verschließt.
Und ein weiteres, worin Jesus Christus eine Lebensquelle ist, das ist das Kreuz, dieses Zeichen von Leiden und Tod. Das kreuz kann uns helfen, schwierige Seiten des Lebens anzunehmen und mitten drin auch darauf zu vertrauen, dass da eine Kraft ist, die uns da durchträgt, die uns darin nicht alleine lässt.
Wie entsteht der Kontakt zu dieser Lebensquelle? Am Beispiel unserer Tischlampe ist es das Kabel. Durch das Kabel wird die Lampe mit der Kraftquelle Strom verbunden und hat so die Möglichkeit zu leuchten.
Das Kabel steht für mich für den Glauben, oder anders gesagt für das Vertrauen, das wir Jesus Christus entgegenbringen, das wir der biblischen Botschaft entgegenbringen. Vertrauen, das heißt, ich verlasse mich darauf, dass das, was Jesus gesagt hat, was von ihm berichtet wird, Gültigkeit hat, das mir das hilft, dass das Bedeutung hat. Als Christen vertrauen wir darauf, dass unser Leben besser gelingt, wenn wir nach Jesu Vorbild leben, als wenn wir uns nach den Menschen ausrichten. Wir vertrauen darauf, dass Liebe wichtiger ist, als die Durchsetzung eigener Interessen. Wir vertrauen darauf, dass Bedeutsamkeit in der Welt nicht davon abhängt, welche Leistung ich erbringe, ob Zensuren gut oder schlecht sind oder ich viel vorzuweisen habe. Wir vertrauen darauf, dass jeder von uns seine Bedeutung hat, niemand ist etwas besseres, nur weil er mehr hat oder eine bessere gesellschaftliche Stellung hat. Und wenn wir mit solchem Vertrauen unser Leben in die Hand nehmen, dann wird darin viel Gutes auftauchen.
Allerdings muss man natürlich auch sagen, dass so ein Kabel auch anfällig ist. Da gibt es Kabelbrüche, oder das Kabel fällt einem Nager zum Opfer, oder es wird einfach durchgerissen, so dass der Kontakt zur Stromquelle abreißt.
So, meine lieben Konfirmanden, ist das auch mit dem christlichen Glauben. Dieses Vertrauen zu Jesus Christus, dieses Vertrauen zu einem liebenden Gott, das ist nicht einfach so da und dann kann man immer wieder darauf zurückgreifen. Da gibt es Erfahrungen, die alles in Frage stellen. Wie kann Gott das zulassen? gehört z.B. zu den meist gestellten Fragen angesichts von Tod und Krieg. Und dann beginnt das Vertrauen zu wackeln, es gibt den Wackelkontakt. Oder andere Gedanken von Menschen nähren den Zweifel, der an dem Vertrauen nagt bis die Verbindung zur Stromquelle abreißt.
Da braucht man dann auch mal wieder jemandem, der einem hilft das Kabel wieder in Ordnung zu bringen, da muss neuer Kontakt gesucht werden. Das Gespräch mit anderen Christen kann da hilfreich sein. Und auch ich biete jeden Sonntag Hilfen an, die Verbindung zur Lebensquelle zu stärken, zu erneuern, neu zu knüpfen. Mag man diese Hilfen auch nicht immer in Anspruch nehmen, aber vielleicht immer öfter, immer wieder einmal, um die Verbindung zur Lebensquelle nicht zu verlieren. Ein Kabel, das nur einfach so rumliegt, und keine Verbindung zur Stromquelle sucht, dann kann dann auch die schönste Lampe nicht zum Leuchten bringen.
Und damit sind wir bei der Glühbirne angelangt. Die Glühbirne der Lampe steht für uns Menschen. Jesus hat einmal gesagt: Ihr seid das Licht der Welt. Er hat das auch von sich selber gesagt: ich bin das Licht der Welt und das ist er auch, wenn er für uns Lebensquelle ist, aber er hat es eben vor allem auch zu uns gesagt, dass wir Licht der Welt sein sollen. Wir Christen geben in unserem Leben das Licht weiter, das Jesus zu seiner Zeit in die Welt gebracht hat. Wir sind diejenigen, die in seinem Namen diese Lebensquelle für die Menschen sprudeln lassen sollen. In Neuerkerode tun das die Menschen, die sich um die Behinderten kümmern, ihnen Aufgaben geben, sie menschlich behandeln, ihnen das Leben positiv gestalten und damit das Gefühl geben, ich bin etwas wert.
In Indien sind es die Menschen, die in der Not des Lebens helfen, Leiden zu lindern, die helfen, wo Menschen sich selber nicht mehr zu helfen wissen. Ein bisschen davon haben wir ja erzählt bekommen.
Und so kann jeder an dem Ort, wo er lebt und wirkt mit dazu helfen, dass das Licht Jesu sich ausbreitet. Jeder von uns kann zum Licht der Welt werden. Wie können wir das tun. Franz von Assisi wird ein Gebet zugeschrieben, in dem dies auf gute Weise zusammengefasst wurde:
O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
daß ich Liebe übe, wo man sich haßt,
daß ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
daß ich verbinde, da, wo Streit ist,
daß ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
daß ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,
daß ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
daß ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
daß ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.
Herr, laß du mich trachten:
nicht, daß ich getröstet werde, sondern daß ich tröste;
nicht, daß ich verstanden werde, sondern daß ich verstehe;
nicht, daß ich geliebt werde, sondern daß ich liebe.
Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergißt, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.
Wo wir so miteinander leben, da werden wir Menschen, die als Licht der Welt leben. Konfirmation ist der Tag, wo uns dies noch mal deutlich vor Augen gestellt wird, dass wir von der Liebe Gottes in Jesus Christus leben und dass wir in seine Nachfolge gerufen sind. Ich wünsche euch, dass ihr diese Liebe immer wieder erfahrt, dass ihr euer Vertrauen darauf setzen könnt und dass ihr auf eure Weise auch bereit seid, das Licht Jesu in die Welt zu tragen. Möge Gott euch dazu seinen Geist schenken. Amen.

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Liturgischer Ablauf

Orgelvorspiel
Wir feiern diesen Konfirmationsgottesdienst im Namen des Vaters, aus dem wir Leben schöpfen wie frisches Wasser aus der Quelle, im Namen des Sohnes, der uns vorgelebt hat, wie wir als Menschen miteinander leben und für eine lebenswerte Zukunft arbeiten können, und im Namen des Geistes, der uns Mut macht und Ausdauer schenkt, um unser eigenes Leben in der Bindung an Gott wagen zu können.
Konfirmiert werden heute:

Wir wollen diese jungen Menschen konfirmieren. Sie werden das Ja zur Taufe sprechen, wir werden dieses Ja mit Gottes Wort und dem Heiligen Sakrament des Abendmahles begleiten und sie segnen.
Konfirmation, das ist wie eine Zwischenstation zwischen Kindheit und Erwachsensein. Lassen wir uns von Gott ermutigen für das, was kommt.
Sie als Angehörige und Gäste begleiten diesen Gottesdienst mit dem Gesang, den Gebeten und dem, was an inneren Gedanken für die Jugendlichen da ist. All das wollen wir Gott in die Hände geben, auf dass er daraus macht, was seinem Willen entspricht.
Lied: Wir schau'n hinauf zu den Bergen (nach Psalm 121)
(Text und Melodie: Jürgen Grote)
Eingangsgebet:
Barmherziger Gott!
Unsere Konfirmanden sind auf dem Weg ins eigene Leben. Noch abhängig und doch schon selbständig ist ihr Leben. Sie wollen ungebunden sein, eigene Wege gehen und doch binden sie sich heute auch an dich. Darum bitten wir dich, lass dich sehen auf dem Weg ins eigene Leben. Zeige den Konfirmanden, dass Bindung an dich zur Freiheit führt, dass der Weg des Glaubens ein guter und hilfreicher Weg ist, auch dann, wenn wir dich und dein Handeln mit uns einmal nicht verstehen. So sei bei und um uns mit deinem Geist. Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Bruder, der uns den Weg ins Leben vorangegangen ist.
Amen

Lesung: Mt 5, 13 -16
Lied: Gott entzündet ein Licht
(Text und Melodie: Jürgen Grote)

Predigt
Lied: EG NB 603, 1-3
Konfirmationshandlung:
Wir wollen euch konfirmieren. Das Wort "Konfirmation" stammt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie: "Festigung, Stärkung, Ermutigung". Die Grundlage eurer Konfirmation ist die Taufe - so wie wir sie eben bei Tatjana erlebt haben. Ihr sprecht Euer Ja zur Taufe.
Das heißt auf der einen Seite, Ihr befestigt damit, was Eure Eltern für Euch entschieden haben.
Auf der anderen Seite aber stärkt und befestigt auch Gott, was er mit euch in der Taufe begonnen hat.
Wir haben dazu in den vergangenen 1 ½ Jahren einiges gehört von dem, was den christlichen Glauben ausmacht. Ich habe versucht, Euch zu zeigen, was es heißen kann, im Glauben zu leben, sein Leben von Gott her zu sehen und Jesu Worte ernst zu nehmen. Ich wollte Euch damit ermutigen, Euer Leben selbst in die Hand zu nehmen, so wie ich es in der Predigt zum Ausdruck gebracht habe. Ob es gelungen ist, das weiß ich nicht. Nun ist es an Euch, Euer Leben in der Verantwortung vor Gott zu leben.

Wenn wir jetzt miteinander das Glaubensbekenntnis sprechen, dann werdet ihr es tun, wie viele hier in der Kirche. Manche aus Überzeugung, weil sie spüren, es liegt etwas in diesem christlichen Glauben, das mir helfen kann, mein Leben gut zu gestalten. Andere werden es mit gemischten Gefühlen mitsprechen. An einiges kann man glauben, anderes wieder ist unverständlich. Und wieder andere werden es mitsprechen, weil es eben dazugehört, aber mehr auch nicht.
Dies war immer so und dies wird immer so sein, solange es Konfirmation gibt. Dennoch soll dieses Bekenntnis jetzt gesprochen werden und ihr sollt es mitsprechen. Wir wollen gemeinsam laut werden lassen, was uns Christen seit 2000 Jahren gemeinsam ist, trotz aller unterschiedlichen Lebensformen und Gedanken. Ihr sprecht dieses Bekenntnis nicht alleine. Wir als Gemeinde sprechen es mit euch, um euch zu zeigen, dass wir alle miteinander in diesem Glauben verbunden sind und dass ihr nicht alleine dasteht.
Glaubensbekenntnis

Die Feier der Konfirmation ist euer heutiges Ja zu einem Leben im Vertrauen auf den liebenden Gott, in dessen Gemeinschaft ihr durch die Taufe schon lange hineingenommen seid. Gemeinschaft mit Gott, das heißt Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott: Gott Vater, Sohn und heiliger Geist..
Ihr seid verbunden mit dem Gott, dem Vater, der Euch ins Leben gerufen hat und Euch zugesagt hat, euren Lebensweg zu begleiten.
Ihr seid verbunden mit Gott, dem Sohn. Ihr seid mit der Liebe Jesu Christi verbunden und mit dem Vorbild seines Lebens.
Ihr seid verbunden mit Gott, dem Heiligen Geist, der in uns wirksam ist, der unseren Glauben stärkt und uns Vertrauen zu Gott ermöglicht. Er ist die Stimme Gottes in uns, die uns stärkt, tröstet und zurechtweist.
Diesen Geist brauchen wir für unser Leben. So wollen wir Gott um sein Geleit bitten.
Lied: Von guten Mächten 1, 5, 6 - Melodie: S. Fietz

Leben im Glauben, das ein ganz spannendes Geschehen. Denn Glauben hat man nicht einfach, wie man einen CD-Player hat. Mal ist Glaube sehr lebendig, alles ist klar, dann wieder ist das Vertrauen zu Gott ganz klein, Gott selber erscheint weit weg. Mal haben wir tausend Fragen und Zweifel, mal erscheint uns alles klar. Und so wird das auch für euch sein, für jeden von euch anders.
Jeder und jede von euch ist ganz persönlich gefragt, wie er sein Leben im Vertrauen zu Gott gestaltet und wie er und sie es erlebt. So frage ich nun auch jeden einzelnen von Euch heute am Tag eurer Konfirmation:
Wollt ihr annehmen, was euch in der Taufe zugesprochen ist: Dass ihr zu Gott gehört und aus seiner Güte leben dürft.
Wollt ihr der Kirche Jesu Christi angehören und - soweit es an euch liegt - nach dem Vorbild Jesu euer Leben im Sinne der Liebe Gottes gestalten? Wollt ihr die unbegrenzte Menschliebe Gottes in euer Leben einbeziehen und so mit Gott leben und ihm entgegenwachsen, so antwortet mir: Ja, mit Gottes Hilfe.
N.N. willst du dies annehmen und nach deinen Möglichkeiten danach leben? (Ja, mit Gottes Hilfe!)

Gott möge euren Weg liebevoll begleiten. Darum wollen wir Gott nun bitten:
Gütiger Gott und Vater
Wir danken dir, dass du uns in der Taufe als deine Kinder annimmst, dein Bund mit ihnen bleibt fest stehen. Wir bitten dich, hilf den Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihrem Glaubensleben. Lass sie wachsen im Vertrauen zu dir, lass sie deine Liebe annehmen und gegenüber anderen Menschen weitergeben. Gib ihnen den Mut, auch in den schwierigen Zeiten des Lebens an dir fest zu halten und auf dich zu vertrauen. Gib ihnen die Kraft auch dem Zweifel Raum zu geben, durch den wir dich suchen. Lass sie erkennen, dass sie zu allen Zeiten und an allen Orten auf dich vertrauen können. Amen

Was wir für euch erbeten haben, das wollen wir nun einem jeden und einer jeden von euch persönlich mit dem Konfirmationsspruch und dem Segen zusprechen.
Der allmächtige Gott, der Vater der Sohn und der heilige Geist, schenke dir seine Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, Stärke und Hilfe zu allem Guten, auf dass du bewahrt werdest zum ewigen Leben.

Lied: 229, 1-3

Abendmahlsgebet:
Wir feiern Abendmahl am Tag der Konfirmation. Abendmahl ist eine Art Wegzehrung. Ihr geht euren Weg im Leben weiter. Und so wie wir uns vor einer langen Wanderung stärken, so empfangen wir so etwas wie eine geistliche Wegzehrung für den christlichen Weg ins Leben. Jesus hat uns dieses Abendmahl hinterlassen, damit wir seiner Gemeinschaft auf unserem Weg gewiss sein können.
So beten wir zu ihm: Jesus Christus, du unser Bruder. Wir danken dir für alles, was du in deinem Leben, Sterben und Auferstehen für uns getan hast. Lass uns nun teilhaben an dir, teilhaben an deiner Kraft, an deinem Vertrauen, an deiner Hoffnung und Liebe. Stärke uns dazu mit den Elementen des Abendmahles.
Einsetzungsworte
Geheimnis des Glaubens. Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.
Ja, komm, Herr, Jesus, sei du unser Gast und segne, was du uns gegeben hast. Lass deinen Geist in uns wirksam sein, auf dass wir dir nachfolgen auf dem Weg der Liebe und der Hinwendung zu den Menschen und zur Schöpfung. Hilf uns in deinem Sinne Frieden zu schaffen. Vaterunser

Lied: 585, 1-3

Fürbitten am Schluss des Gottesdienstes:
Gott, Konfirmation ist mit so vielen Elementen des Lebens verbunden. Geld, Geschenke, Essen und Trinken, wie Erwachsene es tun.
Wir bitten dich, lass diese Feiern heute zu guten Festen werden, die die geistliche Dimension nicht aus den Augen verlieren. Lass lebendig werden, dass es um dich und deine Zuwendung zu uns Menschen geht. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.
Wir bitten für alle, die den Konfirmanden zur Seite stehen, für die Eltern, Paten und Freunde, dass sie Freiheit ermöglichen können, die eigenen Wege der Jugendlichen fördern und dass sie immer mit offenen Armen dastehen können, wenn der Weg einmal in die Irre geführt hat. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.
Wir bitten für die Konfirmanden, dass ihr Lebensweg begleitet ist von deiner Nähe, so dass sie in den vielen Ereignissen, die ihnen entgegenkommen, immer Hoffnung und Zuversicht erhalten bleibt. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.
Wir bitten für alle, die mit dir, gütiger Gott, nichts anfangen können. Lass du sie nicht aus den Augen, auch wenn sie dich nicht sehen mögen oder können. Lass sie nicht vergessen, dass Sie zu dir immer wieder getrost zurückkehren können. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.
Wir bitten für die Menschen im Irak und allen anderen Ländern in denen Krieg und Gewalt herrschen, auf dass unmenschliches Tun ein Ende findet, dass Menschlichkeit und Geschwisterlichkeit unter den Religionen und Gruppierungen lebendig wird.
All unser Leben legen wir in deine Hände, gütiger Gott. Dein Wille geschehe. Das bitten wir dich, der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und wirkst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
Lied: 171, 1-4
Segen
 

Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.

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Die Predigt wurde gehalten in
Groß Elbe und
Gustedt

27. 4. 2003

Liturgischer
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