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Gedenktag 60 Jahre Kriegsende
Joh 7, 37+38

Ich bin Jahrgang 1959 – 14 Jahre nach dem Kriegsende geboren. Meine Eltern Kriegskinder – mein Vater kam von Peine bis nach Hildesheim mit seinen damals 16 Jahren. Ich kenne keinen Kriegstoten in meiner Familie. Wir sind verschont geblieben.
Was weiß ich vom Krieg? Das was Lehrer, Fotos und Filme mir gezeigt haben. Das, was die Menschen, die ich in meinem Leben begleitet habe, erzählt haben.
Das hat mich geprägt. Das hat meinen Wunsch nach Frieden stark gemacht. Das hat mich dazu geführt, dass ich als Abiturient den Kriegsdienst verweigert hat und dass ich bis heute dafür eintrete, dass Menschen aufeinander zugehen, miteinander reden, dass Versöhnung möglich wird, gegenseitige Anerkennung und Akzeptanz, auch wenn sie noch so unterschiedlich ihr Leben gestalten.
Sie, die sie heute hier sind, werden in den Texten dieses Gottesdienstes schon ihre eigenen Bilder in sich wachgerufen haben. Bilder, die durch das, was in den letzten Tagen durch die Presse und das Fernsehen vor Augen gekommen ist, angeregt worden sind.
Einige dieser Bilder möchte ich aussprechen.
Da sind diejenigen, die unmittelbar von Kriegsereignissen betroffen sind. Die den Schützengraben kennen, die Angst ums eigene Leben, die die Toten neben sich immer mit sich tragen, genauso wie die ungesehenen Toten auf der eigenen und anderen Seite.
Da sind diejenigen, die in den Schutzräumen mit ihrer Angst leben mussten. Viele Jahre um einen vertrauten Menschen Sorge trugen, Enttäuschung in sich tragen, weil die Nachricht des Todes kam, oder die Erleichterung in sich tragen, weil der geliebte Mensch wieder da war.
Da sind diejenigen, die Flucht und Vertreibung erlebt haben, mit den vielen schrecklichen Ereignissen, die bis heute das Herz bedrücken.
Da sind Menschen, die enttäuscht waren, weil eine große Hoffnung beendet war, an die sie fälschlicher Weise ihr Herz gehängt haben.
Da sind diejenigen, die wenig mitbekommen haben. Immer wieder mal Angst bei Fliegeralarm, aber die sonst ohne große Bedrohung für sich leben konnten, wie es eben ging in diesen schwierigen Zeiten.
Und es stehen Bilder vor Augen von den Menschen, die in den Lagern der KZs in Massengräber geworfen wurden, wie Vieh nach einer Seuche; die ausgehungert und dem Tode nahe befreit wurden.
Bilder eines 6jährigen Krieges mit einer Ideologie, die so herrisch und menschenverachtend war, die aber leben konnte von der Angst der Menschen und von den Wohltaten, die Grundbedürfnisse des Menschen ausnutzten für politische Machtinteressen.
Es sind Bilder die uns begleiten, tief im Innern liegen sie, doch nicht vergraben, sondern gegenwärtig, jeden Tag ganz schnell abrufbar und in diesen Tage liegen sie obenauf.

60 Jahre ist der Krieg zu Ende – Gott sei Dank. Wir sagen diesen Satz oft einfach nur so dahin, doch heute hat er eine ganz tiefe und elementare Bedeutung: Gott, sei Dank. Ja, Gott sei Dank dafür, dass wir nun schon 60 Jahre hier in unserem Lande ohne Krieg leben durften, dass wir 60 Jahre in anfänglich schwierigen, dann aber immer besser werdenden Umständen unser Leben gestalten können. Gott sei Dank, dass Krieg in unserem Lebensumfeld nicht mehr ist. Man kann es nicht oft genug sagen und empfinden, denn dies ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit.
Denn wir sehen es ja: wir leben in einer kriegslosen Gegend der Welt, doch der Krieg geht weiter an anderer Stelle. Es sind nach dem 2. Weltkrieg mehr Menschen durch kriegerisches Handeln in der Welt umgekommen als im 2. Weltkrieg und schon das waren über 60 Millionen Menschen. Und inzwischen ist es auch so, dass deutsche Soldaten mitwirken in Kriegsgebieten: nicht um Krieg zu führen, sondern um Gewalt zu verhindern, das ist vom Auftrag her gut und richtig, aber immer wieder auch ein Zeichen dafür, wie schwer es ist wirklich Frieden zu schaffen in dieser so eng zusammengerückten Welt. Und wir spüren darin auch, wie wichtig es ist, dass wir an allen Stellen des Lebens, im Kleinen genauso wie im Großen, mit dazu beitragen, dass die Gedanken des Friedens in der Welt lebendig sind, dass wir Gemeinschaft, Nähe, Toleranz, Gerechtigkeit und Anerkennung des Gegenüber immer wieder neu lebendig machen müssen, damit gelingt, was Gott für diese Welt möchte: nämlich friedvolles Leben aller Menschen auf dieser Erde.
Friede ist der Ernstfall, friedvoll leben ist viel schwieriger, als Auseinandersetzungen auszutragen, als mit Gewalt Macht auszuüben.
Frieden ist eine Aufgabe, die es zu lösen gilt, die immer wieder angegangen werden muss, und die letztlich darum auch etwas kostet: es kostet unser Geld, aber vor allem unseren persönlichen Einsatz, unseren Willen, unsere Energie und unsere Bereitschaft den Menschen dieser Welt als Brüdern und Schwestern entgegenzukommen.
Und diese Aufgabe enthält auch den Auftrag, das Gestern nicht zu vergessen. Das ist gerade in unserem Land immer wieder schwierig, denn die Erinnerung führt uns hinein in etwas, das für viele Menschen persönlich weit hinter ihnen liegt, aber uns alle dennoch als zu bewältigende Aufgabe begleitet.
Wir wollen nicht immer angesprochen werden auf die Vergangenheit, wollen mit dem Tun der Menschen des dritten Reiches nicht immer verglichen werden, wollen diesen Makel loswerden. Aber wir müssen uns deutlich machen, dass das Gewesene nicht einfach so vorbei ist, sondern – und das ist das Tragische und daher um so drängende – das Gewesene lebt wieder auf, wird verharmlost und somit vermeintlich gesellschaftsfähig. Die Parolen der Rechten werden lauter, werden dreister, sie gewinnen Boden, weil vergessen wird, was damals hinter allem stand. Wir können nicht verharmlosen, was die Ideologie der Nazis gemacht hat. Wir dürfen das nicht verharmlosen, indem wir sagen: der Autobahnbau war doch gut. Er hat die Arbeitslosen von der Straße geholt. Und irgendwie war es doch auch ruhiger und es hatte alles seine Ordnung.
Hitler hat die Autobahnen nicht gebaut, damit wir heute schnell von Groß Elbe / Gustedt nach Hamburg oder München kommen. Er hat die Arbeitslosen nicht von der Straße geholt, weil er Mitleid mit ihnen hatte. Die Ordnung bedeutete Durchsetzung von Macht über Angst, bedeutete Umsetzung von Rassenhass und Menschenverachtung. Alles Tun hatte ein Ziel: ein Volk sollte etwas besseres sein. Die geographisch rassische Herkunft sollte zum Ausdruck einer höheren, besseren Stellung gemacht werden. Alle anderen sollten klein gemacht werden, ja vernichtet werden, damit das Deutsche einen um so größeren Platz einnimmt. Und der Mensch Hitler wurde zum Führer stilisiert, von dem Heil ausgehen sollte. Heil Hitler, haben die Menschen gerufen, und das Unheil des Krieges und des menschenverachtenden Wahns mit getragen. Und ich erhebe mich hier in keiner Weise über die Menschen dieser Zeit. Wahrscheinlich hätte ich es damals auch mitgetragen, verblendet und von Angst geprägt, die Angst von der jemand (Cl. Bittlinger Macht ist nur die Angst der andern) mal sagte, dass sie allein die Macht der anderen erst möglich macht.
Die Erinnerung an das Unheil des letzten Jahrhunderts muss wach gehalten werden. Sie ist unabdingbar, weil nur so Veränderung möglich ist. Wo wir diese Erinnerung beiseite schieben, sie verdrängen, sie nicht wahr haben wollen, ja sie verklären, da haben wir dann auch keine Möglichkeit, uns zu verändern, da ist der Weg zur Umkehr verbaut. Und letztlich können wir dann auch nicht dazu kommen, dass wir uns wirklich über die Grenzen hinweg versöhnen.
Wir kennen das aus der Familie: nur wo wir gemeinsam beweinen, was uns verletzt hat, wo wir gemeinsam das wahrnehmen, was uns auseinander gebracht hat, was uns so weh getan hat, da können wir dann auch wieder zusammen kommen, können wir wieder zueinander finden. Das Gewesene als falsch annehmen, es in seiner Falschheit wirklich sehen und erkennen, das allein führt zu einer Veränderung. Die Rechten heutiger Tage wollen das nicht sehen und können deshalb auch keine neue Politik machen, sondern verfallen letztlich ganz schnell wieder in den menschenverachtenden Weg der damaligen Zeit. Und das darf auf keinen Fall wieder passieren. Davor müssen wir warnen und dagegen müssen wir aufstehen und handeln. Denn das allein führt zum Frieden, das wir das Wohl aller Menschen im Blick haben – und aller Menschen das meint wirklich aller Menschen, auch wenn das ganz schwer zu denken und im alltäglichen Handeln umzusetzen ist.

Die Richtung dafür gibt einer vor, der Ideologie auf seine Weise erlitten hat: Jesus Christus.
Von ihm haben wir heute den Satz gehört: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
Wen da dürstet nach einem Leben im Frieden, der komme zu mir, sagt er. Von ihm können wir lernen, was es heißt: Frieden zu schaffen. Frieden können wir schaffen, wenn wir selber uns nicht abhängig machen von in uns selber liegenden Besonderheit. Kriege und Gewalt beruhen zumeist darauf, das man sich selber als etwas Wichtiges und Besonderes ansieht, dass man für sich etwas durchsetzen will, um damit sich selber stark oder besser zu machen. Aber wir erreichen damit nichts, weil der Durst danach nur größer wird und damit auch die Gewalt, die damit einher geht.
Wer Durst nach Leben hat, wer einen Halt im Leben braucht, der stärker ist, der trinke von ihm, der nehme auf, was Jesus in sich trägt: Vertrauen zu Gott, Vertrauen darauf, dass Gott uns trägt und wir in ihm alles haben, was nötig ist. Und das macht frei, frei dafür sich selber und den anderen anzunehmen, ja sogar zu lieben, zu lieben, wie sich selbst. Ich muss nicht größer werden, ich bin unendlich groß bei Gott. Ich kann mich klein machen, dem andern die Hand reichen, meine Schuld eingestehen, meine Vergangenheit bedauern, kann umkehren, weil Gott mich trägt, weil er mich in Händen hält, weil er mir die Grundlage zum Leben gibt, die wirklich bis zum Ende Halt gibt und dadurch bin ich frei, dem anderen Raum für sein Leben zu geben.
Und dann werden auch Ströme lebendigen Wassers fließen, nämlich dass ich den anderen wichtig nehme, dass ich danach suche, dass Menschen gut und gerecht leben können, dass ich mich darum mühe, diese Welt für alle lebenswert zu erhalten, dass ich darauf schaue, dass Menschen nicht leiden müssen, dass sie frei und friedlich ihr Leben gestalten können. Und dazu kann jeder beitragen auf seine Weise und mit seinen kleinen Möglichkeiten.
Lassen sie mich diese Predigt beenden mit einer kleinen Begebenheit aus dem Krieg, die ich vor kurzem während eines Beerdigungsgespräches gehört habe.
Die Kinder erzählten von ihrem Vater und seinen Kriegserlebnissen. Und dann sagte die eine Tochter: Mein Vater hatte in seinem Portemonai bis heute eine Kopeke. Die hat er von einer Russin bekommen. Er hat ihr damals einen Laib Brot geschenkt. Und sie hat sich dafür mit diesem Geldstück bedankt.
Für mich ist das ein ganz lebendiges Erinnerungszeichen: Das Geldstück war ein Zeichen des Friedens und der Liebe zum Nächsten über feindliche Grenzen hinweg. Mögen wir so eine Kopeke in unseren Herzen haben. Amen

  oben

Liturgischer Ablauf

Dieser Ablauf ist der Arbeitshilfe der EKD - „Und der Gerechtigkeit Frucht wird Frieden sein...“ entnommen und etwas umgearbeitet.


Glockengeläut
Entzünden einer Kerze
Ich entzünde eine Kerze – ein Friedenslicht.
Gottes Friedenslicht soll uns leuchten in diesem Gottesdienst und in unseren Herzen.
(In die Mitte unseres Gebetsleuchters will ich sie stellen, auf dass der Friede Gottes die Mitte der Welt wird und wir von diesem Frieden her, den menschlichen Frieden gestalten.)

Was haben wir vor Augen am heutigen Abend, wenn wir den Jahrestag des 8. Mai begehen.
Bomben – Tote – Witwen – verwaiste Kinder – verlorene Menschen – ein untergegangenes Reich.
Sechs Jahre dauerte der Krieg.
Und dann schweigen die Waffen. Endlich!
Wir sind dem Frieden nahe gekommen.
Das war heute vor 60 Jahren.

L: Wir wollen still werden –
Bilder von damals treten vor unsere Augen.
Stille
L: Kriegsende vor 60 Jahren.
Wir erinnern uns daran, wie Frieden wurde.
Frieden – das ist die Verheißung Gottes,
Gott will Schalom – Frieden – für die ganze Erde.
Diesen Frieden stellen wir uns vor Augen.
Dieser Frieden ist unsere Perspektive und unser Weg.
Kein anderer schenkt ihn uns als Gott
Gott spricht uns diesen Frieden zu.
Deshalb sage ich Ihnen (zu):
Friede sei mit euch!
So lassen Sie uns im Namen Gottes einander den Frieden zusprechen. Jeder seinem Nachbarn und Vorder- oder Hinterfrau. Friede sei mit dir!
Alle tauschen den Friedensgruß miteinander aus.
L: Wir sprechen uns den Frieden zu –
und wir wissen genau: Frieden ist nicht der Normalfall –
Frieden ist ein Glücksfall. Und so sind wir heute besonders dankbar dafür, dass wir in den letzten 60 Jahren in Frieden leben durften.
Lied: Freunde, dass der Mandelzweig NdB 620
Worte aus Psalm 18
mit dem Leitvers: Gott, du bist mein Schutz Nr. 32 (J.Grote)

Gebet: Gott, Vater im Himmel.
Dankbar schauen wir auf 60 Jahre kriegsloser Zeit in unserm Land. Wir wissen, nicht alle Menschen leben in so guten Umständen wie wir. Doch wir wollen dankbar sein dafür, dass unser Leben sich seitdem so verändert hat. Führe uns und stärke uns, dass wir den Frieden für alle suchen und ermöglichen. Schenke uns dazu deinen Geist, deinen väterlichen und friedvollen Geist der Versöhnung und der Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinem Bild des Friedens in der Welt. Amen

Lied: Der Friede, den Gott gibt NdB 618, 1-3

Ich sah Bilder, es waren keine Visionen,
Bilder von weiten, kahlen Feldern.
Die Felder waren übersät mit Kreuzen.
Es waren viele Kreuze – Kreuze, die alle gleich waren.
Die Felder glichen den Getreidefeldern in ihrer Unübersehbarkeit.
Aber ein Getreidefeld wird vom Leben angelegt, um das Leben zu verlängern.
Die Felder, die ich sah, waren vom Tod angelegt worden.
Unter jedem dieser Kreuze, sei es mit oder ohne Namen,
ruht einer von euch.
Als noch Leben in euch war, wart ihr alle verschieden.
Durch den Tod seid ihr alle gleich geworden.
Und noch eins verbindet euch: Ihr alle wolltet nicht sterben.
Es gab Kriege, Generationen wurden hingerafft,
weil der Hass der Menschen größer ist als die Liebe zueinander.
Ihr, die Gefallenen, wurdet nicht gefragt,
ob ihr den Krieg gewollt habt.
Der Tod schaute nicht auf die Person. Er kassierte wahllos.
Ihr ruht unter eurem Kreuz, nicht mehr umgeben von Hass und Neid.
Eure Nachkommen pflegen eure Gräber.
Denn euer Tod soll nicht umsonst gewesen sein.
Eure Kreuze sollen der Menschheit ein Mahnmal sein –
Im Gedenken an euch möge eine neue Generation heranwachsen, die keinen Krieg und keine Massengräber kennt.

Zwischenmusik

Wir haben mit der Zeit entdeckt und gelernt,
wie wichtig die Erinnerung ist –
und wie wichtig die Erinnerung für die Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft ist.
Das Leben mit der Erinnerung bewahrt vor neuem Leid.
Und das soll auch so bleiben.


Seligpreisungen

Eine/r: Wir vergewissern uns,
wie Gott sich die Menschen vorstellt, die für diese Welt eintreten.
Wir sprechen gemeinsam:
Alle: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich.

Lied: Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide,
Jesu, wahrer Gott. Wer will dich schon hören?
Deine Worte stören den gewohnten Trott.
Du gefährdest Sicherheit.
Du bist Sand im Weltgetriebe.
Du, mit Deiner Liebe.

Du warst eingemauert. Du hast überdauert
Lager, Bann und Haft. Bist nicht totzukriegen;
niemand kann besiegen deiner Liebe Kraft.
Wer dich foltert und erschlägt,
hofft auf deinen Tod vergebens,
Samenkorn des Lebens.

Jesus, Freund der Armen.
Groß ist dein Erbarmen mit der kranken Welt.
Herrscher gehen unter.
Träumer werden munter, die dein Licht erhellt.
Und wenn ich ganz unten bin,
weiß ich dich auf meiner Seite,
Jesu, meine Freude.
(Text: Gerhard Schöne - Mel. EG 396)
Predigt
Lied: NdB 614, 1-3
Fürbittengebet
1: Gott, Du willst für uns und für alle Menschen Heil und Heilung. Für alle Friedenserfahrungen, die wir in den letzten 60 Jahren machen durften, danken wir dir. Auch für die, die andere machen dürfen - wo auch immer auf der Welt. Und wir bitten dich, Gott: Lass Frieden zum „Normalfall“ werden, zum „normalen“ Glücksfall. Schenk der Welt Frieden, Gott. Zu dir rufen wir:
Lied: Gott, dein Friede erfülle die ganze Welt (J. Grote)
Stille
2: Gott, wir bitten dich an diesem Tag ganz besonders: Sei mit denen, die heute betroffen sind vom Krieg, weil jemanden liebes und vertrautes verloren haben, und mit denen, die noch immer untern den Verlusten von damals leiden. Lass sie Menschen finden, die sie festhalten. Wir bitten gemeinsam:
Lied: Gott, dein Friede erfülle die ganze Welt (J. Grote)
Stille
1: Wir bitten dich für die Staaten, die verantwortlichen Führungen, die Führer von extremistischen Gruppen, dass sie der Geist des Friedens und der Verständigung leite, dass die Kriege und der Terrorismus verschwinden und Gerechtigkeit in der ganzen Welt wächst. Wir bitten wir gemeinsam
Lied: Gott, dein Friede erfülle die ganze Welt (J. Grote)
Stille
2: Sei mit uns allen, Gott, Leite und begleite uns. Gib uns Mut aufzustehen, wenn Gewalt sich Bahn bricht. Gib uns die Kraft, Friedensstifter zu sein. Wir bitten wir gemeinsam
Lied: Gott, dein Friede erfülle die ganze Welt (J. Grote)
Stille
Lasst uns ein Licht des Friedens entzünden – im Gedenken an die Menschen, die uns aus Kriegszeiten vor Augen stehen, im Gedenken an die Kriegstoten heutiger Tage und in der Hoffnung, das Gottes Friede sich als stärker ist als alle Gewalt der Menschen.
Vaterunser
170, 3+4

Sendung und Segen
Wenn wir jetzt gehen,
dann lassen Sie uns das in dem Bewusstsein tun:
Der Friede ist unser Herzenswunsch.
Wir wollen uns für den Frieden einsetzen,
Frieden-Stiftende sein und immer wieder werden.
Gott gebe uns Segen für diesen Weg:
Gott segne uns und behüte uns.
Gott gebe uns Liebe, wo Hass ist,
Gott stärke uns mit seiner Kraft, wo Schwachheit lähmt,
Gott schenke uns einen langen Atem, wo Ungeduld herrscht,
und öffne unseren Blick ins Weite, wo alles festgefahren scheint.
So sei Gottes Segen mit uns allen.
Er beflügele unsere Hoffnung
und begleite uns wie ein Licht in der Nacht.
Amen.
Lied 421

Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.

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Die Predigt wurde gehalten in
Groß Elbe und
Gustedt 

7. 5. 2005

Liturgischer
Ablauf
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