Predigt

NT

 

Predigt

Aktuell
Archiv
Links

Home

Predigt

Kirchen

Kinder-
gottesdienst
Konfirmanden
Gemeinde
Gemeindebrief
Gottesdienst
Links
Gästebuch
Sitemap
Kontakt
 

 Joh 13,1-15

Feierabendmahl

Orgelvorspiel

Lied: 165, 1,2 7

Gebet: Der Tag ist um. Wir kommen zur Ruhe. Wir stellen uns ein auf einen Abend in geistlicher Gemeinschaft, so wie Jesus am Abend vor seinem Tod mit seinen Jüngern zusammengesessen hat.
So bitten wir dich, gütiger Gott, sei unter uns mit deinem Geist, erfülle uns mit guten Gedanken und lass uns deine Nähe erfahren in der Gemeinschaft dieses Abends. Das bitten wir durch Jesus Christus ....

Lied: 97, 1-3, 5

Waschung der Hände – Jeder wäscht dem anderen die Hände. Helfer reichen einen Krug Wasser und halten eine Schale.

Warum Händewaschung? Fußwaschung ist ein sehr intimes Tun. Händewaschen sicher ungewohnt, aber doch eine ähnliche Erfahrung, an die in der Predigt angeknüpft werden kann.

Lied: 268, 1-5

Lesung: Joh 13, 1-15

Lied: 221, 1-3

Predigt - (nur in Stichworten, da bei einem Feierabendmahl die freie Rede immer besser ist.) Viele Gedanken sind einer Predigthilfe von www.propastoral.de entnommen, für die ich sehr dankbar bin.)

Nur das Johev, dann nur Fußwaschung und kein Abendmahl

Kigoerlebnis (Kinder wollten einander nicht die Füße waschen) – wir hier Händewaschen

Sakrament: Zeichen und Befehl

"Fußwaschungs-Befehl" : "Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch gegenseitig die Füße waschen. Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit ihr tut, was ich an euch getan habe."

Fußwaschung geht unter die Haut.

Jemand tut mir etwas Gutes,

Position der Menschen

Hier wird Zuwendung gespielt, Hingabe, anderen was Gutes tun, und nicht: Macht haben über andere. Ein "Liebes-Spiel" ist die Fußwaschung, kein Macht-Spiel.

Das würden alle verstehen, wenn sie zufällig Menschen sähen, die sich in einer Kirche die Füße waschen.

Die Fußwaschung ist Gemeinschaft mit Christus.

Eine gewisse Komik enthält das Missverständnis des Petrus.

Aber das versteht Petrus nicht, jetzt noch nicht, später erst, nach Ostern wird er "verstehen".

"Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber später erfahren.“

Vielleicht kann man auch nicht verstehen, sondern nur erfahren, dass Zuwendung, Menschenfreundlichkeit, Hingabe, Kreuz, Leid der Weg zu Gott sind, zu der Macht, die Jesus Vater nennt.

Die zweite Deutung: Wenn nun ich, euer Herr und Meister,

euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch gegenseitig die Füße waschen. Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit ihr tut, was ich an euch getan habe."

Füße waschen als Beispiel.

Als ein Beispiel, wie es sein könnte zwischen den Menschen.

Der Füße waschende Jesus bleibt Herr und Meister.

Der Unterschied zwischen Herr und Knecht wird real nicht aufgehoben. Dieser Herr, Jesus, benutzt seine Macht jedoch nicht, um andere zu beherrschen, um anderen seinen Willen aufzuzwingen oder sie zu besiegen.

Im Gegenteil: er, der Herr, wäscht die Füße der Jünger.

"Ihr wisst, dass die, die als Herrscher Ansehen haben,

ihre Völker niederhalten und ... ihnen Gewalt antun.

Aber so ist es unter euch nicht. Wer unter euch groß sein will,

der soll aller Knecht sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben ..."

Das Beispiel Fußwaschung ist ein Bild vom Frieden.

Drei Wochen lang haben wir auf allen Kanälen ganz andere Bilder gesehen, Kriegsbilder, Bilder von Sieg und Niederlage.

"Krieg ist ein Akt von Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen." Clausewitz.

Die Fußwaschung ist ein Akt zärtlicher Zuwendung, um die anderen zur Gemeinschaft mit Christus und untereinander einzuladen.

Lied: 229, 1-3

Abendmahlsfeier

Überleitung zum Abendmahl:

Wir essen Brot, um unser Leben zu erhalten; wir trinken Wein zum Fest und zur Freude; wir essen Brot und trinken Wein mit Menschen, die uns vertraut sind.

Jesus aß Brot und trank Wein mit vielen Menschen holte sie damit in seine Freundschaft in sein Vertrauen; er zeigte ihnen, wie groß seine und Gottes Liebe ist. In der Fußwaschung und in der Feier des letzten Mahles wird diese Liebe lebendig, aber auch der Anspruch, der in diesem Mahl an uns ergeht.

Jesus nimmt uns in den Dienst, ruft uns in die Nachfolge seiner Liebe. So werden wir durch das Abendmahl in die Welt gesandt, um den Menschen zu dienen, so wie Jesus uns gedient hat, als er sich selber zum Opfer gab. Dies wird deutlich in den Worten der Einsetzung des Abendmahles.

Dankgebet: Komm, Herr, Jesu sei du unser Gast, segne, was du uns hinterlassen hast. Wir erinnern uns des letzten Abends mit deinen Freunden, wir gedenken deines Todes am Kreuz, so lass uns nun teilhaben an dir, der du als der Auferstandener unter uns bist. Sei bei uns mit deinem Geist, der erneuert und befreit, der uns zueinander führt über alle Grenzen hinweg.

Vaterunser

Austeilung - Votum:
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben

Lied: 227, 1-3

Dankgebet

Gütiger Vater, wir danken dir für die Gaben von Brot und Wein. In lebendiger Erinnerung an dein letztes Mahl sind wir zusammen gekommen. Schenke uns die Kraft und Geduld zu einem Dienst in deiner Nachfolge.

So lass uns eintreten für den Frieden in der Welt, der wieder einmal durch kriegerisches Tun von Menschen an den Rand gedrängt wurde.

Hilf uns, die Menschen zu sehen, die unsere Hilfe und Zuwendung brauchen. Lass uns nicht daran vorübergehen.

Zeige uns, wo wir gebraucht werden, wo wir liebende Zuwendung geben können.

Wo wir Macht haben, lass sie uns dienend ausüben, immer mit dem Blick auf das Wohl der Menschen.

Das bitten wir durch Jesus Christus, in dessen Namen wir nun gemeinsam Essen und Trinken wollen. Sein Friede begleite uns an diesem Abend. Amen

gemeinsames Essen

 

Möglicher Abschluss:

Wir gehen in die Kirche – Lesung von Mt 26, 30-56

Segen

Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.

  oben

 
Die Predigt wurde gehalten in
Groß Elbe

Gründonnerstag 17.4.2003

Predigt drucken
 

 

 

 

 

   

© für alle Seiten und Inhalte liegen bei Jürgen Grote