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2. Tim 2, 8-15

Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium, für welches ich leide bis dahin, dass ich gebunden bin wie ein Übeltäter; aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum dulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie die Seligkeit erlangen in Christus Jesus mit ewiger Herrlichkeit.

Das ist gewisslich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mit leben; dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen; sind wir untreu, so bleibt er doch treu;  denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

Wir feiern die Heilige Osternacht. Es ist für mich immer wieder der bewegendste Gottesdienst des Jahres. Von den vielen Gottesdiensten, die ich im Jahr feiere, gehört der Osternachtsgottesdienst zu denen, die mir besonders am Herzen liegen. Denn hier in dieser Nacht, sind wir im Kern unseres Glaubens. Im Ereignis der Osternacht liegt der Ausgangspunkt des christlichen Glaubens, der ohne dieses Ereignis nicht entstanden wäre. Natürlich gilt dies auch für Weihnachten, denn ohne die Geburt Jesu auch keine Auferstehung, doch umgekehrt gilt es auch: ohne Auferstehung gäbe es keinen Grund heute noch von der Geburt eines Joshua ben joseph zu reden, von der Geburt des Jesus Sohn von Joseph.

In der Osternacht hat Gott die Sicht der Welt verändert, er hat der Hoffnung und der Zuversicht eine neue Grundlage gegeben. Natürlich haben die Menschen auch vor Auferstehung ihre Hoffnung auf Gott gesetzt. Sie haben vieles von ihm erwartet, sie haben vertraut, dass Gott das Leben zum Guten führt, dass das eigene Leben mit Gott dem Schöpfer verbunden und begleitet ist. Der Segen war und ist dafür ja ein wichtiges Zeichen.

Doch in der Auferstehung hat sich das Bild noch einmal gewendet. Es ist eine ganz wichtige Veränderung  gekommen. Die Tod und das Ende des Lebens hat eine neue Dimension erhalten, ebenso das Leid der Menschen.

Karfreitag, Karsamstag und Ostern, das ist ein sehr bedeutungsvoller Weg Gottes mit uns Menschen und zu uns Menschen geworden.

Mit der Auferweckung Jesu Christi bekommt der Tod, die Trauer, bekommt all das Lebenswidrige, all das, was dieses Leben in Frage stellt, ein neues Gesicht. Wurde es vorher und ja auch bis heute immer wieder als etwas angesehen, was mit Gott nicht in Verbindung steht, so ist der Weg Jesu ein lebendiger Erweis dafür, dass auch dieser Weg ein Weg mit Gott ist, dass wir auf diesem Weg in engster Gemeinschaft mit Gott stehen, und dass er die letzte Macht hat im Leben und niemand anders sonst. Die Römer waren froh, dass dieser mögliche Aufrührer keinen Schaden mehr anrichten konnte. Die Obersten der Juden waren froh, dass ihr Einfluss blieb, dass ihre Auslegung des Glaubens seine Bedeutung behielt und ein Querdenker weniger in dieser Welt war. Die Mächtigen der Welt haben wieder einmal zeigen wollen, wer in dieser Welt Macht, Einfluss und das Sagen hat, woran man sich also zu orientieren hat.

Doch dann kam Gott dazwischen und hat all dies auf den Kopf gestellt. Macht wollt ihr haben? Ihr meint, den Weg der Welt oder gar den Weg Gottes bestimmen zu können? Ihr meint, mit der Beseitigung dieses Menschen, seine Gedanken vernichtet zu haben? Ihr habt euch getäuscht. Was aussieht nach Ohnmacht und Niederlage, das ist ein Zeichen von Macht und Herrlichkeit. Nur eben nicht von einer Macht und Herrlichkeit, die menschlichen Maßstäben entspricht, sondern von einer Macht und Herrlichkeit, die Gott und seiner Liebe zu den Menschen entspricht.

Mit der Auferweckung wurde Jesu Lebenswerk bestätigt und aufgerichtet. Mit dieser Tat wurde das, was die Menschen gehört haben von ihm zu wirklichem Gotteswort. Die Erfahrung, dass Jesus durch den Tod hindurch in ein neues Leben gegangen ist, bedeutet, dass nun alles, was Jesus getan hat, unter diesem Blickwinkel der Auferstehung neu gesehen wurde. Jetzt wird deutlich, wie Gott wirksam ist unter den Menschen, wie in Jesu Worten und Taten Gott selber gesprochen hat. Vor allem aber wird deutlich, wie groß die verändernde Kraft Gottes ist.

Er hat den Tod überwunden, er hat das große Nein des Lebens in ein Ja verwandelt. Er hat die Macht des Todes gebrochen und ein neues Leben geschenkt. Aus der Trauer der Menschen hat er Hoffnung zugerichtet, aus dem Wehklagen wurde Freudenjubel, aus der Bedrückung Zuversicht, aus dem Dunkel wurde Licht, so wie wir diesen Gottesdienst im Dunkel beginnen und Licht des Tages diesen Raum verlassen, um symbolisch genau dies lebendig zu machen: Gott will nicht, dass wir im Dunkel der Welt leben, sondern er will uns im Licht seiner Güte und Barmherzigkeit leben sehen.

Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferweckt wurde von den Toten. Orientiere dich an ihm, an seinem Weg, an seinem Geschick in der Zeit seines Wirkens. Orientiere dich an seinem Glauben, an seiner Zuversicht, an seiner Zuwendung zu den Menschen, und vor allem daran, wie er den letzten Weg gegangen ist. Mitten in Angst und Zweifel, mitten in Leid und Anfechtung, ja bis in das Sterben hinein hat er die Verbindung zu Gott nie aufgegeben. Er war gewiss, dass Gott sein Leben trägt, dass er es auch über den Tod hinaus trägt. Die Endstation seines Lebens wurde zum Anfang einer neuen Beziehung. Und das, liebe Gemeindeglieder, gilt nicht nur für das Ende seines Lebens, sondern für jede Endstation, an die wir im Laufe des Lebens gelangen. Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferweckt wurde von den Toten. Das ist die Aufforderung seine Lebenshoffnung niemals aufzugeben, es ist der Hinweis darauf, dass Gott viel mehr vermag als wir Menschen uns je ausdenken könnten.

Darum auch ist Ostern so bedeutsam, darum ist diese Nacht für unseren Glauben so wichtig. Es ist die Nacht, in der sich alles menschliche Denken verändert hat. Sterben wir, so werden wir mit ihm leben, dulden wir, so werden wir auch mit ihm herrschen. Und auch wenn wir ihm untreu werden, er wird uns nicht untreu, er bleibt uns treu, denn das ist sein Weg bis zum Ende gewesen: ein Weg der Liebe, die alles Lieblose durchbricht und auch dem Tod seine zerstörerische Macht nimmt. Halte dies im Gedächtnis, auf dass ihr Seligkeit erlangt. Amen

  oben

Liturgischer Ablauf

Osternacht Groß Elbe  5.30 Uhr

Eingangsgesang: Christus ist das Licht – Gott sei ewig Dank.

Österlicher Lobpreis

 

(          ) Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.  Pause

Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe;

doch der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis Gen 1

 

(          ) Gebet: Lasst uns beten: Herr, allmächtiger Gott, durch dein Licht hast du Leben in die Welt gebracht. Du hast die Welt geschaffen und in der Welt den Menschen nach deinem Ebenbild. Hilf uns, dass wir dein Licht des Leben immer wieder neu in unserer Welt erkennen. Das bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

(          ) Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?

Wenn sich auch Menschen gegen mich stellen, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht; wenn Bedrückungen mich begleiten, so verlasse ich mich auf ihn.

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?

(          ) Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: daß ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.

Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.

Und nun erhebt sich mein Haupt über die Bedrängnisse, die um mich her sind; darum will ich singen und Lob sagen dem HERRN.

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?

(          ) HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich!

Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, verstoße nicht im Zorn deinen Knecht! Denn du bist meine Hilfe; verlaß mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab.

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?

(          ) Mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der HERR nimmt mich auf.

HERR, weise mir deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn

Ich glaube, daß ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.

Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?  Ps 27

 

 (          ) Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!

Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.

Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt und kommen zu dir.

Die Sonne soll nicht mehr dein Licht sein am Tage, und der Glanz des Mondes soll dir nicht mehr leuchten, sondern der HERR wird dein ewiges Licht und dein Gott wird dein Glanz sein.

Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht den Schein verlieren; denn der HERR wird dein ewiges Licht sein, und die Tage deines Leidens sollen ein Ende haben.

Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, daß sie frei und ledig sein sollen;

zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden,

zu schaffen den Trauernden zu Zion, daß ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden, daß sie genannt werden »Bäume der Gerechtigkeit«, »Pflanzung des HERRN«, ihm zum Preise.

Ich freue mich im HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt.

Denn gleichwie Gewächs aus der Erde wächst und Same im Garten aufgeht, so läßt Gott der HERR Gerechtigkeit aufgehen und Ruhm vor allen Heidenvölkern. Jes 60-61 i.A.

 

Gebet: Lasst uns beten. Gütiger Gott, das Licht am Himmel und die Ereignisse der Natur sie sind Zeichen für deine Macht. Sie beweisen dich nicht und dein Tun, aber sie weisen auf dich hin, der du größer bist als alle Beweise dieser Welt. Lass dein Licht in uns leuchten, auf dass wir in der Welt dein Antlitz schauen.

 

(          ) Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Dasselbe war im Anfang bei Gott.

Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.

Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.

Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht.

Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Die ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,

die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade, Licht um Licht. Joh 1

 

Gebet: Lasst uns beten. Du, Gott, bist nicht zu erhaben, um nicht auch in die Niedrigkeit dieser Welt zu kommen. Du hast Wohnung unter uns genommen als Mensch in Fleisch und Blut. Dankbar sehen wir dies, weil wir so fest darauf vertrauen können: dass du für uns da bist. Hilf uns, dieses immer wieder vertrauensvoll zu sehen mit unserem Herzen und unseren Augen. Amen

 

Wir gehen zum Taufbecken

So schreibt der Apostel Paulus:

(          ) Wir sind auf Jesus Christus getauft.

Als man uns ins Wasser tauchte, geschah an uns derselbe Tod wie an Jesus Christus. Alles, was wir vorher waren, das ist nun, da wir getauft sind, tot und begraben, so wie Christus begraben war.

Und wie Christus durch die Macht des Vaters neues Leben empfangen hat aus dem Tod, so haben auch wir ein neues Wesen erhalten und sollen ein neues Leben führen.

Unser altes Wesen ist in der Taufe gestorben,  zu Grunde gegangen wie Jesus am Kreuz. Und  nun werden wir ihm noch einmal ähnlich sein in der neuen, lichten Lebendigkeit, die ihm, dem Auferstandenen eigen ist und die er uns zugeeignet hat in der Taufe.

Wir wissen, dass unser früheres Menschenwesen mit ihm gekreuzigt ist und dass der eigenmächtige Wille vernichtet wurde, damit wir dem Zwang, Unrecht zu tun, nicht mehr zu gehorchen brauchen. Denn Christus ist vom Tode auferweckt und wird nicht mehr sterben.

Der Tod hat keine Macht mehr über ihn. So steht es auch mit euch selbst.

Darum lebt durch und für die Gnade Gottes.

 

Gebet: Lasst uns beten: Gütiger und barmherziger Gott, du hast allen, die an dich glauben, durch die Taufe ein neues Leben geschenkt. Lass uns mit dir verbunden sein durch die Taufe und erhalte unseren Glauben in deiner Gnade. Das bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen

 

(          ) So nehmen wir das Wasser und gedenken der Gabe, die uns Gottes Geist mit der Taufe geschenkt hat. (Eingießen des Wassers.) Jesus Christus unser Retter ist selbst hinabgestiegen in das Wasser des Jordan, um in allem uns Menschen gleich zu werden. Er hat im Untertauchen Tod und Grab vorweggenommen, um danach im Gehorsam des Sohnes Gottes uns voranzugehen in ein neues Leben. So hat er das Wasser der Taufe geheiligt durch seinen Tod + und gibt uns in seiner Gnade Anteil an seiner Auferstehung.

 

(          ) Wir sind durch die Taufe mit Christus begraben in den Tod, auf dass wir mit ihm in einem neuen Leben wandeln. Der alte Adam wird in uns durch tägliche Umkehr ersäuft, damit herauskomme und auferstehe ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Vertrauen vor Gott ewig lebe. Darum sagt Paulus: Seid ihr nun mit Christus begraben durch die Taufe in den Tod und auferstanden durch den Geist zum neuen Leben, so suchet, was droben ist, wo Christus ist, zur Rechten Gottes.

Zu dieser Suche wollen wir uns ermutigen und ermuntern, indem wir mit den Worten des alten Taufbekenntnisses, unseren christlichen Glauben bekennen:

 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern  Herrn.

Empfangen  durch  den  Heiligen Geist, geboren  von  der  Jungfrau  Maria, gelitten unter  Pontius  Pilatus, gekreuzigt,  gestorben  und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am  dritten  Tage  auferstanden  von  den  Toten, aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.     Ich  glaube  an  den  Heiligen  Geist,

die  heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen

 

(          ) Jesus Christus spricht:  Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.

Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Mt 5

Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Joh 8,12

 

2. österlicher Lobpreis

Lied 99 Christ ist erstanden, gleichzeitig Austeilung der Kerzen in der Gemeinde

Anschließend

Den Altar einrichten:

Decke und Blumen nach vorne bringen

 

Predigt

 

Abendmahlsfeier

 

229,1-3

Einzug der Abendmahlsgeräte

Gepriesen seist Du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit: Lass es zum Brot des Lebens werden.

G. Gepriesen sei Gott in Ewigkeit.

Gepriesen seist Du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns den Wein, die Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit: Lass ihn zum Wein des ewigen Reiches werden.

G. Gepriesen sei Gott in Ewigkeit.

Wie die Körner, einst verstreut in den Feldern, und die Beeren, einst zerstreut auf den Bergen, jetzt auf diesem Tisch vereint sind in Brot und Wein, so, Herr, lass Deine ganze Kirche bald versammelt werden von den Enden der Erde in Deinem Reich.

 

P. Der Herr sei mit euch.

G. Und mit deinem Geiste.

P. Erhebt eure Herzen.

G. Wir erheben sie zum Herrn.

P. Lasst uns Dank sagen dem Herrn, unserem Gott. G. Das ist würdig und recht.

 

P. Wahrhaft recht und gut ist es, Dich, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, zu preisen und Dir immer und überall zu danken. Durch Dein lebendiges Wort hast Du alles erschaffen und für gut befunden.

Du hast die Menschen nach Deinem Bilde geschaffen, dass sie an Deinem Leben teilhaben und Deine Herrlichkeit widerspiegeln.

Als die Zeit erfüllt war, gabst Du uns Christus als den Weg, die Wahrheit und das Leben. Er empfing die Taufe und wurde eingesetzt zu Deinem Diener, den Armen das Evangelium zu verkünden.

Bei seinem letzten Mahl gab uns Christus die Eucharistie als sein Vermächtnis, die Feier, in der wir seines Todes gedenken und seine Auferstehung feiern.  Er ist unter uns gegenwärtig, durch seinen Geist empfangen wir die Kraft dieser Gaben. Darum wollen wir dich loben mit allen die vor uns an dich glaubten und die mit uns glauben.

 

Großer Gott wir loben dich

 

P. Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt, Du bist heilig, und Dein Ruhm ist ohne Grenzen, sende herab auf uns den lebenspendenden Geist, der durch die Väter und die Propheten gesprochen hat, der auf Jesus am Jordan herabkam und auf die Apostel am Pfingsttag. Laß das Ausgießen dieses feurigen Geistes unser Mahl der Danksagung so verwandeln, dass dieses Brot und dieser Wein für uns im Glauben zum Leib und Blut Jesu Christi werden.

Komm, du Schöpfergeist!

 

Einsetzungsworte:

Geheimnis des Glaubens.

G. Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit.

P. O Herr, wir feiern heute das Geheimnis des Lebens, die Auferweckung deines Sohnes, der Leiden und Tod durchlitten hat, der das Reich des Todes aufgebrochen hat für deine Gegenwart, und der das neue Leben zu uns gebracht hat.

In seiner Gegenwart kommen wir zusammen, um uns die Hoffnung auf Zukunft zusagen zu lassen.

Komm, Herr, Jesus, sei du unser Gast und gib uns, was du für uns eröffnet hast.

Vaterunser

Christe, du Lamm Gottes…

 

Herr Jesus Christus, Du hast zu Deinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben Deiner Kirche. Damit Dein Wille geschehe, gewähre uns allezeit diesen Frieden, und leite uns auf dem Weg dieses Friedens zur Einheit der Menschen.

 

So wie Jesus seinen Jüngern seinen Frieden zugesprochen hat, so mögen auch wir einander den Friedensgruß zusprechen mit den Worten: Friede sei mit dir.

 

P. Das Brot, das wir brechen, ist Teilhabe am Leib Christi;

der Kelch des Segens, über dem wir den Segen sprechen, ist Teilhabe am Blut Christi .

Austeilung

116,1-4
 

Fürbittengebet:

 

(          ) Jesus Christus, du bist die Auferstehung und das Leben. Dich loben wir, dir danken wir.

 

(          ) Du bist das Licht mitten in der Dunkelheit, die Stimme in sprachlosem Schweigen, die Wärme in tödlicher Kälte, die Bewegung in lähmender Starre, das Heil in verletzendem Streit. Dich bitten wir um das Leben, das dem Tod widerspricht. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.

 

(          ) So bitten wir, dass die Botschaft der Engel auch uns erreicht und wir den Weg finden, den du uns vorausgegangen bist, dass wir nicht stehen bleiben bei der Klage über das Dunkel, sondern selbst das hereinbrechende Osterlicht widerspiegeln. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.

 

(          ) Wir bitten, dass wir als Menschen leben, deren Leben wieder eine Chance bekommen hat, die immer wieder neu anfangen können. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.

 

(          ) Wir bitten für alle Menschen, die denen beistehen, deren Leben vom Tod bedroht ist, für alle, die Kranke pflegen und Sterbende begleiten, für alle, die den Kreislauf der Gewalt durchbrechen, für alle, die mithelfen, Feindbilder abzubauen und sich bemühen, auch in Feindin und Feind Gottes Geschöpf zu entdecken. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.

 

(          ) Wir bitten für alle, die dem Tod widerstehen, weil sie das Leben lieben und von dir, Gott, leben lernen. So lass es Ostern bei uns werden, innerlich, äußerlich, für uns und andere. Darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.

 

(          ) Das bitten wir durch Jesus Christus, den Auferstandenen, das Licht des Lebens in Ewigkeit. Amen

100,1-5

Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.

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Die Predigt wurde gehalten in
Groß Elbe

 Osternacht 2008
23. 3. 2008

Liturgischer
Ablauf
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