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Karfreitag 13. April 2001
Passionsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas

Hinweise zum Gottesdienst:

Wir feiern einen Gottesdienst nach Art der Bach'schen Passionswerke. Es ist ein stiller Gottesdienst. Der Altar ungeschmückt, keine Blumen nur 2 Kerzen und das Abendmahlsgeschirr.
Wir lesen die biblischen Texte in der Übertragung von Walter Jens – Und ein Gebot ging aus - Radius Verlag, es kann natürlich auch nach jeder anderen Übersetzung gelesen werden.
Die zwischen den Texten gesungenen Lieder (Angaben nach dem EG) dienen als Gebete, bzw. Vertiefung des Gehörten. Dazu sollten keine langen Vorspiele gemacht werden.
Zeitdauer: je nach Lesetechnik inkl. Abendmahl ca. 50 Minuten
Es gibt keine eigene Predigt; die Lesung des Lukasevangeliums ist die Predigt.

 

Lk 22 1-30

27, 3) Er äußert sich all seiner G'walt, wird niedrig und gering und nimmt an eines Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding, der Schöpfer aller Ding.

5) Er wird ein Knecht und ich ein Herr; das mag ein Wechsel sein! Wie könnt es doch sein freundlicher, das herze Jesulein, das herze Jesulein!

Lk 22,31-34

85, 6) Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht; wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß.

Lk 22,39-46

373, 4) Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten; Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein; laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du versprochen, mein Fürsprech zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken.

Lk 22, 47-54a

77, 1) Christus, der uns selig macht, kein Bös' hat begangen, ward für uns zur Mitternacht wie ein Dieb gefangen, eilend zum Verhör gebracht und fälschlich verklaget, verhöhnt, verspeit und verlacht, wie denn die Schrift saget.

Lk 22, 54b-62

200, 4) Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verlorengehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan.

Lk 22, 63-65

83, 1) Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder; es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder; es geht dahin, wird matt und krank, ergibt sich auf die Würgebank, entsaget allen Freuden; es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: "Ich will's gern leiden."

Lk 22, 66-23,3

EKG 68, 3) Das Kreuz ist der Königsthron, drauf man dich wird setzen, dein Haupt mit der Dornenkron bis in’ Tod verletzen. Jesu, dein Reich auf der Welt ist ja lauter Leiden; so ist es von dir bestellt bis zum letzten Scheiden.

Lk 23, 4-25

81, 1) Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen, daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missetaten bist du geraten?

Lk 23, 26-31

93, 1) Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha, der in bittern Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah, das Geheimnis des Gerichtes über aller Menschen Schuld, das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ewger Huld.

2) Nun in heilgem Stilleschweigen stehen wir auf Golgatha. Tief und tiefer wir uns neigen vor dem Wunder, das geschah, als der Freie ward zum Knechte und der Größte ganz gering, als für Sünder der Gerechte in des Todes Rachen ging.

3) Doch ob tausend Todesnächte liegen über Golgatha, ob der Hölle Lügenmächte triumphieren fern und nah, dennoch dringt als Überwinder Christus durch des Sterbens Tor; und die sonst des Todes Kinder, führt zum Leben er empor.

Lk 23, 32-43

81, 7) Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich g'nugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken.

Lk 23, 44-46

Verlöschen einer Kerze – Stille

85, 9) Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein.

10) Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl.

Lk 23, 46-56

94, 1) Das Kreuz ist aufgerichtet, der große Streit geschlichtet. Daß er das Heil der Welt in diesem Zeichen gründe, gibt sich für ihre Sünde der Schöpfer selber zum Entgelt.

2) Er wollte, daß die Erde zum Stern des Kreuzes werde, und der am Kreuz verblich, der sollte wiederbringen, die sonst verlorengingen, dafür gab er zum Opfer sich.

4) So hat es Gott gefallen, so gibt er sich uns allen. Das Ja erscheint im Nein, der Sieg im Unterliegen, der Segen im Versiegen, die Liebe will verborgen sein.

Abendmahlsfeier in aller Stille – Fürbittengebet - Segen

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Die Predigt wurde gehalten in
Groß Elbe u. Gustedt
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