| Predigt |
"Kasus" |
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Hinweise zum Gottesdienst: Wir feiern einen Gottesdienst
nach Art der Bach'schen Passionswerke. Es ist ein stiller Gottesdienst.
Der Altar ungeschmückt, keine Blumen nur 2 Kerzen und das
Abendmahlsgeschirr.
Kein Orgelvorspiel
Begrüßung mit kurzer Einführung
123, 1) Jesus Christus herrscht als König alles wird ihm untertänig,
alles legt ihm Gott zu Fuß. Aller Zunge soll bekennen, Jesus sei
der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß.
Joh 18, 1-5 83, 1) Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt Lind ihrer Kinder, es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder; es geht dahin, wird matt und krank, ergibt sich auf die Würgebank, entsaget alten Freuden, es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht. ,,Ich will's gern leiden." Joh 18, 5-9 388, 2) Ist's doch deines Vaters Wille, dass du endest dieses Werk; hierzu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, dass du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es aus dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. Joh 18, 9-11 83, 3 ,,Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will dir's tragen; mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen." O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst - was nie kein Mensch gedacht - Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen Joh 18, 12-14
81, 5) Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse
lebt, der wider Gott gehandelt; der Mensch verdient den Tod und ist entgangen,
Gott wird gefangen.
Joh 18, 15-18
85, 5) Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an. Von dir,
Quell aller Güter, ist mir viel Guts getan; dein Mund hat mich gelabet
mit Milch und süßer Kost, dein Geist hat mich begabet mit mancher
Himmelslust.
Joh 18, 19-23
84,3) Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden
des Sandes an dein Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget,
und deiner schweren Martern Heer.
Joh 18, 24-27 475, 5) Bin ich gleich von dir gewichen. stell ich mich doch wieder ein, hat uns doch dein Sohn verglichen durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld; aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets in nur befinde. Joh 18, 28-32
79, 1) Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben
bist und hast uns durch dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut.
Joh 18, 33-35 406, 3) Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut: mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören. der sein Leben für mich gab, sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? Joh 18, 36-37
81, 2) Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet. ins Angesicht
geschlagen und verhöhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket,
ans Kreuz gehenket.
Joh 18,38-19,1 81,7) Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich g'nugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. Joh 19, 2-3
Melodie: 77 (EKG 68) 3 Das Kreuz ist der Königsthron, drauf man dich
wird setzen, dein Haupt mit der Dornenkron bis in' Tod verletzen. Jesu,
dein Reich auf der Welt ist ja lauter Leiden; so ist es von dir bestellt
bis zum letzten Scheiden.
Joh 19, 4-5
85, 1) O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn, o Haupt,
zum Spott gebunden mit einer Dornenkron, o Haupt, sonst schön gezieret
mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber hoch schimpfieret: gegrüßet
seist du mir!
Joh 19, 6-9 361, 1) Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann. Joh 19, 10-16
81, 1) Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen, dass man ein solch
scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Mssetaten
bist du geraten?
Joh 19,17-18 90, 1) Ich grüße dich am Kreuzesstamm, du hochgelobtes Gotteslamm, mit andachtsvollem Herzen. Hier hängst du zwar in lauter Not und bist gehorsam bis zum Tod, vergehst in tausend Schmerzen; doch sieht mein Glaube wohl an dir, dass Gottes Majestät und Zier in diesen Leibe wohne und dass du hier so würdig seist, dass man dich Herr und König heißt, als auf dem Ehrenthrone. Joh 19, 19-22 523, 3) In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde zu Trost in meiner Not. wie du, Herr Christ, so milde, dich hast geblut' zu Tod. Joh 19, 23-24
85, 3) Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz
vergangen; des blassen Todes Nacht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft,
und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft.
Joh 19,25-30
85, 9) Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wenn ich
den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten
wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner
Angst und Pein.
Joh 19, 31-37 77, 6) Da man hatt' zur Vesperzeit die Schächer zerbrochen, ward Jesus in seine Seit mit dem Speer gestochen; daraus Blut und Wasser rann, die Schrift zu erfüllen, wie Johannes zeiget an, nur um unsertwillen. Joh 19, 38-42 397, 3) Ach Herr, laß dein lieb' Engelein an meinem End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen. Der Leib in seim Schlafkämmerlein gar sanft ohn alle Qual und Pein ruh bis zum Jüngsten Tage. Allsdann vom Tod erwecke mich, dass meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich. Ich will dich preisen ewiglich. Feier des Abendmahles
Einleitung: Wir kommen zusammen am Todestag Jesu. Wir haben vom
Leiden und Sterben deines Sohnes gehört. Und nun wollen sein Heiliges
Abendmahl miteinander feiern. So nehmen wir Anteil an diesem Sterben
und seiner Bedeutung.
222 1) Im Frieden dein, o Herre mein, laß ziehn mich meine Straßen.
Wie mir dein Mund gegeben kund, schenkst Gnad du ohne Maßen, hast
mein Gesicht das sel'ge Licht, den Heiland, schauen lassen.
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