Gemeindebrief

Nr. 94

 
Gemeinde-briefe
Nr. 80
Nr. 81
Nr. 82
Nr. 83
Nr. 84
Nr. 85
Nr. 86
Nr. 87
Nr. 88
Nr. 89
Nr. 90
Nr. 91
Nr. 92
Nr. 93
Nr. 94
Nr. 95
Nr. 96
Nr. 97
Nr. 99
Nr. 100
Nr. 101
Nr. 102
Nr. 103
Nr. 104
Nr. 105
Nr. 106
Nr. 107

Home

Predigt

Kirchen

Kinder-
gottesdienst
Konfirmanden
Gemeinde
Gemeindebrief
Gottesdienst
Links
Gästebuch
Sitemap
Kontakt
 

   IHR SOLLT EIN SEGEN SEIN

Man kann schlecht einen objektiven, das ganze Geschehen beschreibenden Bericht über den Kirchentag abgeben. Aber einige persönlichen Eindrücke vom Kirchentag geben vielleicht einen ganz kleinen Einblick ins das Geschehen Ende Mai in Berlin.
Der Kirchentag hat sich präsentiert als ein Kirchentag, auf dem die unterschiedlichen Positionen der Konfessionen immer wieder angesprochen wurden, aber letztlich doch nicht in ihrer trennenden Bedeutung hervortraten. In den meisten Veranstaltungen, in denen ich war, spielte die Konfession überhaupt keine Rolle. Es wurde über die Sache gesprochen und die jeweiligen Gedanken dazu ausgetauscht, gleich ob evangelisch oder katholisch. Darin wurde mir deutlich, dass die Unterschiede im Alltag sehr viel weniger eine Rolle spielen, als sie in den Medien an einigen Punkten herausgehoben wurden.
Natürlich wurde es bei der Feier des Abendmahles deutlich, dass Trennung herrscht. In den Medien wurde ja ein Abendmahl besonders hervorgehoben, das bewusst provokativ gefeiert wurde. Ich selber habe es am Samstagabend erlebt in einem Abendmahlsgottesdienst, dass ein katholischer Priester während der Feier sehr einsam im Chorraum der Kirche saß, während wir miteinander Brot und Wein teilten. Das tat mir sehr weh und ich habe ihm dies später auch gesagt. Seine Antwort war: „Lassen sie mal, ich fühle mich auch so sehr mit ihnen verbunden.“ Trennung ist spürbar, aber letztlich dann doch nicht so, dass diese Trennung im Abendmahl die Gemeinschaft im Glauben verhindert.
Ein sehr schönes Erlebnis hatten wir an einem Abend in der Deutschlandhalle. Thematisch ging es um eine liturgische Feier des Ostergeschehens. 5000 Menschen saßen da zusammen. Eines der ersten Lieder, die diese 5000 Menschen miteinander sangen, war das Lied: Großer Gott, wir loben dich. Es war ein erhebendes, Gänsehaut verursachendes Erlebnis, 5000 Menschen vom ersten Ton an dieses Lied singen zu hören.
Oft waren die Messehallen auch überfüllt. Ein Abend mit Eugen Drewermann, der über das Vaterunser referieren sollte, füllte bereits eine Stunde vor Beginn eine Halle mit 2000 Menschen, so dass eine weitere Halle genutzt werden musste, die ebenfalls mit 2000 Menschen gefüllt war. Der Vortrag hat sich für alle gelohnt.
Samstagnachmittag in einer modernen katholischen Kirche. Programmthema: Reise durch die Liturgie. Ein wunderschöner Raum. Zwei junge Musiker füllen zwei papierkorbähnliche Eimer mit Wasser. Dann kommen sie mit Regenrohren, die einer Orgelpfeife gleichen. Sie stecken diese in die Eimer und bewegen sie rhythmisch auf und nieder. Und die Kirche wird erfüllt mit herrlichen Tönen. Für mich ein Erlebnis ganz besonderer Art. Das Instrument wird „Wasserstichorgel“ genannt und ich war hoch erfreut, diese am Abschlussgottesdienst noch einmal hören zu dürfen.
Abschlussgottesdienst: über 200.000 Menschen vor dem Reichstagsgebäude feiern im sonnigen Berlin gemeinsam Gottesdienst. Musik und Inhalte dieses Gottesdienstes, sowie einige Aktionen darin haben die Menschen auf ganz besondere Weise geistlich miteinander verbunden. Es war ein Erlebnis ganz besonderer Art.
2005 ist evangelischer Kirchentag in Hannover. Er wird wieder in anderes Gepräge bekommen. Und auch ein ökumenischer Kirchentag wird wieder kommen.
Jürgen Grote

vorige Seite

zurück zum Inhaltsverzeichnis

 
   

 

 

 

 

   

© für alle Seiten und Inhalte liegen bei Jürgen Grote