jGemeindebrief

Nr. 94

 
Gemeinde-briefe
Nr. 80
Nr. 81
Nr. 82
Nr. 83
Nr. 84
Nr. 85
Nr. 86
Nr. 87
Nr. 88
Nr. 89
Nr. 90
Nr. 91
Nr. 92
Nr. 93
Nr. 94
Nr. 95
Nr. 96
Nr. 97
Nr. 99
Nr. 100
Nr. 101
Nr. 102
Nr. 103
Nr. 104
Nr. 105
Nr. 106
Nr. 107

Home

Predigt

Kirchen

Kinder-
gottesdienst
Konfirmanden
Gemeinde
Gemeindebrief
Gottesdienst
Links
Gästebuch
Sitemap
Kontakt
 

TROCKENER BODEN - GEDECKTER TISCH

Sommer 2002 Überschwemmungen in vielen Gebieten Deutschlands. Sommer 2003 Wochenlange Trockenheit und Rekordhitze. Die Getreideernte ohne Eile eingebracht, mager bei guter Qualität. Und die Rüben? Wir werden sehen, wie es weiter geht mit dem Regen und wie die Pflanzen sich noch entwickeln.
Das Erntedankfest ist wieder ein Fest auf dem Hintergrund schwieriger Witterungsverhältnisse. Landwirte, Kleingärtner, Großgärtner und eben alle, die auf die Erträge des Landes angewiesen sind, haben ihre Probleme mit der diesjährigen Witterung, manch einen trifft es auch wirtschaftlich sehr hart.
Auf dem Foto sehen wir viele Gaben für unser tägliches Leben, Gaben, die das Erntedankfest ausmachen. Wir alle könnten binnen kurzem einen solchen Tisch füllen und gestalten. Die Witterung täte dem überhaupt keinen Abbruch. Nahrungsmittel sind für uns heute kein Problem, von überall her beziehen wir, was wir zum Leben brauchen. Ob Flut oder Dürre wir leiden keinen Mangel. Wissen wir das eigentlich zu schätzen, was wir da an Möglichkeiten haben? Es geht beim Erntedankfest nicht nur um die Dankbarkeit angesichts eigener Ernte oder Enttäuschung über Missernte. Wir sind dankbar dafür, dass Gott sein großes Versprechen hält, dass er gegeben hat nach der großen Flut, die er über die Erde geschickt hat und bei der Noah überlebt hat. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. (1. Mose 8, 22)
Leben können, im Überfluss leben können, das prägt doch unser Leben. Mögen wir auch über das Wetter schimpfen, mögliche Klimaveränderungen befürchten, grundlegend aber ist erst mal, dass Gott den Tisch der Welt reichlich deckt. Wir können, dürfen und sollen dankbar sein, dass wir nicht Not leiden, dass unser Leben ein Leben in Fülle ist, in Überfülle. Und das ist nicht selbstverständlich, das ist Geschenk Gottes, so sehr auch der Mensch das Seine dazu tut. Dank weltweiter Lebensgemeinschaft können wir unseren Tisch mit allem decken, was unser Herz begehrt. Danke, Gott, danke Menschen, das dies möglich ist.
Gleichzeitig lässt die Witterung wieder auch an die denken, die solche Erfahrungen sehr oft machen. Wie viele Menschen auf dieser Erde gibt es, die trockene Zeiten nicht so einfach ausgleichen können, für die eine Missernte wirklich Elend und Hunger bedeutet. Der Tisch der Welt ist reich gedeckt, doch wer ist ausgeschlossen von diesem Tisch, auf wessen Kosten füllen wenige ihren Platz am Tisch übervoll? Erntedankfest ist als Dankfest auch immer ein Tag der Besinnung auf alle Menschen und die ganze Welt, umso mehr wir weltweit verflochten sind. Wir freuen uns über billigen Kaffee doch wer muss letztlich dafür zahlen? Die Bauern, die eh schon kaum etwas haben und immer mehr unter Druck geraten. So gibt es viele Bereiche, wo wir uns über Angebote freuen, die andere für uns bezahlen und oft genug eben die, die nichts haben.
Dankbarkeit muss uns auch zur Verantwortung führen. Erntedank soll uns mit Freude erfüllen, aber auch zur Dankbarkeit und Fürsorge gegenüber den Menschen, denen wir das verdanken.
Allen ein gutes Erntedankfest wünscht Ihnen Ihr Jürgen Grote

Inhaltsverzeichnis

nächste Seite

   

 

 

 

 

   

© für alle Seiten und Inhalte liegen bei Jürgen Grote