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Konfirmanden unterwegs
Konfirmanden in Neuerkerode
Da es mit
unserer Konferfahrt nicht geklappt hatte, beschloss Herr Grote, mit uns
Tagesfahrten zu machen. Eine davon ging in das Behindertendorf Neuerkerode. Dort
angekommen wurden wir von Olaf, einem der Bewohner des Dorfes, ganz herzlich
begrüßt und anschließend von Herrn Wasmann in Empfang genommen. Herr Wasmann
erzählte uns von seinem 13-jährigen Sohn, der am Down-Syndrom leidet. Er hat uns
dadurch sehr gut an das Thema „Behindert sein“ herangeführt. Wir sprachen
darüber, was „normal“ ist und was es bedeutet, behindert zu sein.
Danach machten wir Pause und gingen zum erstenmal auf Tuchfühlung mit den
Bewohnern des Dorfes. Das war schon komisch, wenn diese Menschen einen einfach
ansprechen oder gar ein Küsschen haben wollten. Beim Mittagessen zeigten sie uns
auch, wie nett, freundlich und zuvorkommend sie doch sind.
Nach dem Essen machten wir eine Rallye, um das Dorf besser kennen lernen zu
können. Dabei versuchten uns viele der Bewohner zu helfen. Manche machten sich
aber auch einen Spaß daraus, uns in die Irre zu führen.
Am Ende dieses Tages hatten wir sehr viel über das Dorf, seine Einwohner, das
Leben dort und über die Arbeit mit behinderten Menschen gelernt, und wir hatten
dabei jede Menge Spaß!!!
Juliane Sasse-Pretzsch
Ein Tag in der Mission
Am Montag, dem
20.3.03 fuhren wir Konfis und Pastor Grote mit der Bahn von Baddeckenstedt nach
Hildesheim, um uns den Alltag in Indien anzuschauen. Als wir dort ankamen,
wurden wir auch schon freundlich von Frau Boysen begrüßt, die uns den ganzen Tag
mit Dr.William, einem Inder, durch das Programm führte. Uns sollte klar werden,
wie die Menschen in Indien leben. Erst haben wir damit begonnen, uns in einen
Stuhlkreis zu setzen und darüber zu berichten, was wir zu diesem Zeitpunkt über
Indien wissen. Und dies war nicht viel. Nach und nach wurde uns gezeigt, wie
sich die Menschen in Indien kleiden und wie die Kleidungsstücke hergestellt
werden. Die Kleider bestehen eigentlich nur aus Tüchern, man nennt sie ,,Sari".
Dann kam es darauf an, Kokosnüsse zu knacken und zu schälen. Diese mussten auch
noch geraspelt werden, damit wir sie für das Mittagsessen benutzen konnten. Nun
war es an der Zeit, sich ein echtes indisches ,,Haus" anzusehen. Es war im
Keller des Missionshauses aufgebaut. Die Hütte war sehr klein, und man konnte
deshalb nur sehr beengt darin schlafen, sie bestand aus Lehm und Stroh. Man
findet solche Hütten oft in sogenannten Slums (kleine Dörfer mit schlechter
Versorgung).
Nach der Besichtigung spielten wir dann ein Spiel, in dem es darum ging,
möglichst viele Umschläge für Briefe in möglichst kurzer Zeit zu basteln, die
zudem auch noch schlecht bezahlt wurden. Das war ein hartes Stück Arbeit. Dieses
sollte uns die Arbeit für wenig Lohn in einem Land wie Indien klar machen. Nach
so vielen Taten gab es dann endlich Essen, Reis mit Hühnchen und Kokosraspeln.
Es roch gut und es schmeckte auch allen. Das Verrückte aber war, dass wir alle
mit nur drei Fingern essen sollten, wie in Indien. Es war eine neue Erfahrung.
Nach diesem reichhaltigen Essen schauten wir uns ein paar Dias aus Indien an,
auf denen das Alltagsleben der Inder zu sehen war. Zuletzt haben wir dann noch
eine Andacht gehalten. Nun war es Zeit, sich von Frau Boysen und Dr. William zu
verabschieden. Im großen und ganzen war es ein sehr schöner Tag, der uns Indien
ein ganzes Stück näher gebracht hat.
Frederik Brandt
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