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Bildung im Kindergarten
Bildung geschieht nicht nur mit den Kindern, sondern auch die
Erzieherinnen müssen sich ständig weiterbilden. So waren alle Mitarbeiterinnen
des Kindergartens zu einem Studientag bei der alljährlichen Jahrestagung des
Diakonischen Werkes in Braunschweig.
Das diesjährige Thema lautete: "Die Chance der frühen Jahre"
Die Chance der frühen Jahre liegt in den Kindern selbst. Kinder sind eifrige
Forscher und Entdecker, sie sorgen begierig für ihre eigene Weiterentwicklung.
Sie sind dabei jedoch auf verlässliche, soziale Beziehungen und auf eine
anregende und förderliche Umgebung angewiesen.
Uns wurde an diesem Studientag wieder deutlich, dass die Kinder in unserem
Kindergarten alles vorfinden, was für die Entwicklung zur Schulfähigkeit und
Schulreife nötig ist. In den Vorträgen hörten wir, was wir pädagogischen
Fachkräfte schon immer gewusst und gefördert haben: Dass ein Kind sich selbst
entwickelt, wenn es auf eine Umgebung trifft, die
erstens Freiräume bereitstellt,
zweitens Anregung bereithält,
und drittens die ausgewogene Mischung zwischen beiden finden.
Die
Referenten haben uns aus dem Herzen gesprochen. Es fand auch eine Ausstellung zu
dem Thema "Bildung im Elementarbereich" statt, an der 15 evangelische
Kindergärten ihre Projekte dargestellt und dokumentiert haben.
Auch unser Kindergarten hat sich zu dem Thema: "Mit allen Sinnen die Natur
erfahren" dargestellt.
Was ist eigentlich Bildung im Kindergarten?
Bildung ist viel mehr als Wissensvermittlung.
Bildung zielt gleichzeitig auf
die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit des Kindes,
die Teilhabe an der Gesellschaft,
und die Vorbereitung auf künftige Lebensabschnitte.
Im letzten halben Jahr arbeiten wir gezielt darauf hin, unsere zukünftigen
Schulkinder auf den neuen Lebensabschnitt "Schule" vorzubereiten.
Bildung im Museum
So waren wir mit ihnen im Heimatmuseum in Holle.
Viele Dinge aus vergangener Zeit weckten das Interesse unserer Kinder. Die
Einrichtung der Küche mit den alten Küchengeräten und dem großen Herd oder die
Waschküche mit dem Waschbrett und Holzmollen zum Schlachten zeigten den Kindern,
wie ihre Urgroßeltern lebten.
Im alten "Tante Emma Laden" konnten wir erleben, wie Lebensmittel lose in
Papiertüten abgewogen wurden.
In der Schmiede, der Sattlerei und der Schusterstube lernten unsere Kinder
einige alte Handwerksberufe und ihre Arbeitsgeräte kennen. Wie schwer die Arbeit
in der Landwirtschaft früher war, konnten sich unsere Kinder anhand der
ausgestellten Gerätschaften gut vorstellen.
Beeindruckt waren alle von der alten Schulklasse mit den Schiefertafeln und
Griffeln auf den alten Schulpulten.
Großes Interesse zeigten alle Kinder in der naturkundlichen Ausstellung. Viele
Tiere konnten wir in ihren nachgestellten Lebensräumen sehen. Auch Fossilien und
Gesteine aus unserer Heimat weckten die Neugier der Kinder.
Außerdem führte unser Rundgang durch ein Schlafzimmer, zwei Wohnzimmer, einen
Frisursalon und andere Bereiche, die auch bei den Eltern, die uns begleiteten,
Erinnerungen und Freude hervorriefen.
Herr Ohms führt uns schon seit einigen Jahren mit großer Geduld und Freude durch
das schöne Heimatmuseum.
Bildung bei der Feuerwehr
Wir waren mit dem Bus, Zug und Straßenbahn bei der Berufsfeuerwehr in
Braunschweig.
Auch hier konnten die Kinder "Bildung" erfahren. Wir erlebten eine interessante
und lehrreiche Führung durch alle Bereiche der Berufsfeuerwehr.
Ein Kind ließ seinen Rucksack in der Straßenbahn liegen, in dem seine neue
Trinkflasche, die es zu Ostern bekommen hatte, war und lernte, dass man auf
seine Sachen selbst aufpassen muss. Den Rucksack bekamen wir auf der Rücktour
wieder.
Uns wurde bei dieser Fahrt nach Braunschweig sehr bewusst, wie schulreif unsere
zukünftigen Schulkinder sind. Immer wieder wurde uns von Passanten in Zug und
Straßenbahn gesagt, wie diszipliniert unsere Kinder seien.
Im Juni fahren wir mit den Kindern in die Museumsbäckerei nach Salder und
schauen uns auch die Dinosaurierausstellung im Museum an.
Ja,
Bildung erfahren die Kinder täglich in unserem Kindergarten. Ganz besondere
Künstler entwickeln ihre Talente im Umgang mit dem Naturmaterial Ton.
Sie werden mit dem Ton in der Hand in ihrer Fantasie und Kreativität gefördert.
Einige gestalteten Stadtfassaden aus Ton und eiferten dem Künstler Hundertwasser
nach (bunte Häuser), dessen Werke bei uns aushängen.
Einige stellen ihre künstlerischen Fähigkeiten an den Staffeleien in Gemälden
dar. Andere in Bauwerken auf dem Bauteppich, im Sticken, Basteln, Singen,
Lautieren, Lauschen, Zuhören, Rollenspielen, Spielen und vielem mehr.
Wichtig ist, dass wir Erwachsenen die Werke unserer Kinder und alles, was sie
tun wertschätzen, damit sie in ihrem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
wachsen und gedeihen können. Bildung im Kindergarten ist für uns
Mitarbeiterinnen kein neues Thema, auch wenn es durch die Pisastudie verstärkt
in den Blick der Öffentlichkeit getreten ist.
Es ist wichtig, die Chance der frühen Jahre zu kennen und auch zu nutzen, um den
Kindern ein gutes Rüstzeug mit auf ihren Weg zu geben.
Hierbei ist es erforderlich, dass wir Mitarbeiterinnen uns fortbilden und uns in
unserer fachlichen Kompetenz weiterentwickeln, um immer wieder neue Erkenntnisse
zur Gestaltung unserer täglichen Arbeit mit den Kindern und den Eltern bekommen.
Wir Mitarbeiterinnen sind froh und dankbar, dass unser Träger sprich Vertreter
und Vertreterinnen der Kirchengemeinde Gustedt sowie unser Pastor Jürgen Grote
und auch unser Bürgermeister Friedhelm Vree - unsere Fortbildungen befürworten
und finanziell unterstützen.
Das Kindergartenteam
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