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Spendenübergabe ans Elternhaus Göttingen
Am Montag folgte
ich einer Einladung in das Martinshaus in Groß Elbe.
Ingolf Braun aus Goslar wollte ein Referat halten über das Leben mit Kindern,
die Krebs haben.
Frau Heidmann und ihr Team hatten dieses Treffen organisiert. Es sollte
informiert werden, wofür das Geld bei der Basarspende verwendet würde und auch
ein Hinweis auf den kommenden Basar im Dezember sein.
Die "Elternhaus"-Gruppe in Göttingen ist dankbar für jeden Euro, der dringend
gebraucht wird.
Das krebskranke Kind braucht wirklich besondere Unterstützung von uns allen. Ist
das Wort "Krebs" schon für jeden Erwachsenen ein Drama, so ist es für ein Kind
noch wesentlich gefährlicher.
Herr Braun erzählte, dass durch die Immunschwäche, hervorgerufen durch die
Krebstherapie, ein Kind besonders wenig Widerstandskräfte zu bieten hat. Das ist
auch ein besonders wichtiger Grund für die "Elternhaus"-arbeit, weil es für die
Eltern meistens unmöglich ist, im eigenen Hausbereich die benötigte Sterilität
anzubieten.
Aber gerade das schwerkranke Kind braucht auch den Kontakt zu den Eltern und
Geschwistern, um diese extreme Behandlung durchzuhalten und zu ertragen.
Darum ist es so wichtig, dass es diese "Elternhäuser" gibt. Auch die Ärzte und
Schwestern dieser Kinder werden mehr beansprucht als in anderen Krankheitsfällen
und brauchen eine spezielle Ausbildung und auch Betreuung.
Die Krankenkassen sind leider nicht bereit, dafür Kostenzugeständnisse zu
machen. Auch deshalb ist es enorm wichtig, hier durch Spenden zu helfen, um die
zusätzlichen Bedürfnisse bezahlen zu können.
Herr Braun wies auch darauf hin, was man alles machen könnte, um als Verwandter,
Freund oder Nachbar der Familie in einem solchen Fall Hilfe zu leisten.
Da z.B. das kranke Kind in der Familie die Hauptperson ist, bleibt gezwungener
Maßen vieles andere liegen.
Auch die Kontakte mit anderen Leuten leiden darunter. Eine große Hilfe ist es
schon, so oft wie möglich zu telefonieren, mal den Rasen zu mähen oder sich um
das gesunde Geschwisterkind zu kümmern.
Es ist bestimmt für viele nicht einfach, diesen Kontakt aufzunehmen und den
ersten Schritt zu tun. Wenn man aber ganz natürlich handelt, wird man überrascht
sein, wie leicht es doch ist, und für die Angehörigen des kranken Kindes ist es
eine große Hilfe, die dankbar angenommen wird.
Am Schluß des Vortrages überreichte Frau Heidmann Herrn Braun einen Scheck in
Höhe von 1500,-- €.
Diese Summe hatte die Basargruppe im Dezember 2002 erarbeitet durch die
Verkäufe. Der gleiche Betrag konnte an den Krankenhauszug in Indien überwiesen
werden.
Ich fand es bewunderungswürdig, dass eine solch hohe Summe zusammengekommen ist.
Die Gruppe arbeitet aber auch schon seit Februar wieder montags für den Basar
2003, um diese beiden Projekte zu unterstützen.
Wir anderen sollten auch so viel wie möglich dazu tun, damit es wieder eine
solch große Spende wird.
Gerda Weinhardt
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