Gemeindebrief

Nr. 93

 
Gemeinde-briefe
Nr. 80
Nr. 81
Nr. 82
Nr. 83
Nr. 84
Nr. 85
Nr. 86
Nr. 87
Nr. 88
Nr. 89
Nr. 90
Nr. 91
Nr. 92
Nr. 93
Nr. 94
Nr. 95
Nr. 96
Nr. 97
Nr. 99
Nr. 100
Nr. 101
Nr. 102
Nr. 103
Nr. 104
Nr. 105
Nr. 106
Nr. 107

Home

Predigt

Kirchen

Kinder-
gottesdienst
Konfirmanden
Gemeinde
Gemeindebrief
Gottesdienst
Links
Gästebuch
Sitemap
Kontakt
  Die Taube und der Heilige Geist.

Was bedeutet die Taube in der Kirche? so frage ich meine Konfirmanden immer. 95% derer, die etwas wissen, sagen: das ist die Friedenstaube.
Schön, dass dieses Symbol so bekannt ist und den Jugendlichen scheinbar auch etwa sagt. Aber ehrlich gesagt: dies ist leider nicht die richtige Antwort. Die Taube in einer Kirche ist das Symbol des Heiligen Geistes. In der Pfingstgeschichte, die Lukas in der Apostelgeschichte erzählt, ist zwar mehr von Feuerzungen die Rede, die vom Himmel kommen und die Menschen ergreifen, aber es hat sich in der christlichen Bilderkunst doch durchgesetzt, dass die Taube als Zeichen des Heiligen Geistes verwendet wird, in Anlehnung an die Taufe Jesu, in deren Anschluss der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herabkommt.
Wenn ich an die Groß Elber Kirche denke, so sind da an zwei sehr entscheidenden Stellen Tauben dargestellt. Zum einen über der Kanzel. Auch wenn ich dort recht selten stehe, so wird doch darin deutlich, dass der Prediger ohne Gottes Geist nicht recht reden kann, beziehungsweise seine Rede ohne das Geleit des Heiligen Geistes nur Menschenwort ist. Wenn Gottes Geist die Worte des Predigers nicht erfüllt, so mögen es schöne Worte sein, aber keine, die die Menschen im Innern ansprechen.
Die zweite Taube ist an der Decke der Kirche zu sehen. Zeichen dafür, dass der Geist Gottes diesen Raum erfüllen möge. Eine Kirche wird zu einer Kirche, wenn die Menschen darin nicht bei sich selber bleiben, sondern dass sie von Gott angesprochen werden. Und das geschieht durch den Heiligen Geist, der hoffentlich in unseren Kirchen präsent ist. Dieser Geist schließt uns zu einer geistlichen Gemeinschaft zusammen, er erfüllt uns mit der Kraft Gottes, er lässt uns die Worte Jesu als wahre Lebensworte begreifen.
Die große Schwierigkeit ist es, den Heiligen Geist zu beschreiben. Die Taube können wir beschreiben, den Heiligen Geist nicht.
Für mich ist der Heilige Geist die Kraft Gottes, die uns ergreift und die uns inmitten des alltäglichen Lebens mit Gott in Verbindung bringt. Wo Menschen sich im Glauben getragen wissen, wo sie aus dem Glauben Gutes bewirken, wo Vertrauen auch im Angesicht von Leid und Not herrscht, wo Gemeinschaft über die Grenzen von Sympathie und Antipathie hinweg herrscht, weil Gottes Liebe wirksam ist, da überall sehe ich Gottes Geist am Werk. Den Geist, der weht, wo er will, der sich sein Wirken nicht vorschreiben lässt, der sich nicht einfangen lässt, sondern die Freiheit eines Vogels genießt. Der Geist Gottes ist Gottes Kraft in uns, die uns bewegt und führt, die uns Glauben lässt und christliches Handeln bewirkt. Es ist der Geist der vereint und zueinander führt. Es ist letztlich auch der Geist des Friedens, der höher ist als alle menschliche Vernunft sich auszudenken vermag. Ohne diesen Geist sind wir nichts, mit ihm haben wir alles, was wir zum Leben brauchen.
Pfingsten feiern wir das Kommen dieses Geistes, feiern wir den Geburtstag der Kirche, feiern wir, dass Menschen sich von diesem Geist berühren und anstecken lassen. Feiern Sie doch mit uns.
Möge Gottes Geist uns ergreifen und leiten.
Es grüßt Sie herzlich Ihr Jürgen Grote

Inhaltsverzeichnis

nächste Seite

   

 

 

 

 

   

© für alle Seiten und Inhalte liegen bei Jürgen Grote