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    SUCHEN. UND FINDEN.


Ein Kreis und ein V? Oder einfach ein Haken? Oder was könnte dieses Zeichen sein?
Ein Buch soll es sein: die Bibel. Meine Bibeln sind zwar in der Regel alle ein wenig dicker, aber das spielt keine Rolle. Ein aufgeschlagenes Buch dient als Zeichen für eine große Aktion des Jahres 2003: das ökumenische Jahr der Bibel.
Mir gefällt dieses Zeichen, weil nicht gleich erkennbar ist, worauf es hinaus soll. In dem Kreis sehe ich zwei wichtige Elemente meines Lebens: zum einen die Welt und zum anderen meine innere Mitte.
Die Welt, das ist der Raum in dem ich lebe. Meine kleine Welt in Groß Elbe und Umgebung, aber auch die große Welt, die Erde, in die ich hineingestellt bin. In dieser Lebenswelt soll ich und will ich mich einbringen, möchte mit dazu beitragen, dass Leben für mich und andere gelingt. Ich suche nach meinen Möglichkeiten, dies zu tun, setze meine Kräfte ein und freue mich daran, wenn es gelingt, wenn es hilfreich und gut ist.
Was ist hilfreich und gut? Wie soll das Leben in der Welt aussehen, in der ich zusammen mit anderen lebe? Wie will ich leben, was macht mein Leben aus?
Mit diesen Fragen sind wir schon in der zweiten Deutung des Kreises, dem Innersten.
Wo liegt die Mitte meines Lebens? Worin bin ich gehalten? Was macht den Sinn meines Lebens aus? Woher komme ich, wohin gehe ich? Fragen über Fragen. Woher kommen die Antworten? Könnte da nicht dieses Buch helfen? Es könnte. Nur eben nicht einfach so. Darum haben die Initiatoren dem Bibeljahr auch das ganz besonderes Motto gegeben: Suchen. Und Finden.
Wir können nicht einfach das In-halts- oder Stichwortverzeichnis der Bibel aufschlagen und dann gleich die richtige Antwort auf unsere Fragen finden. "Leider!" könnte man da denken.

Suchet, so werdet ihr finden!
Matthäus 7, 7

Antworten auf Lebensfragen bekommt man nirgends einfach nur so. Man kann sie nur finden, indem man sich auf die Suche begibt und die unterschiedlichsten Lebensgedanken hört und für sich prüft.

Die Bibel gibt uns Antworten auf unsere Lebensfragen. Nur müssen wir uns auch damit beschäftigen, müssen unsere ganz eigenen Gedanken, Erfahrungen, Gefühle und Lebensdeutungen mit einbringen in das Gespräch mit den Gedanken dieses Buches. Und wer das tut, der wird erleben, dass sich in den alten Texten tiefe Wahrheiten verbergen, und vor allem, dass sich Gott darin sehen lässt: in menschlicher Gestalt, verborgen unter menschlichen Gedanken, aber doch so, dass er uns in diesen Worten Hilfe zum Leben, Stärkung unserer Lebensmitte und einen offenen Blick für unsere Welt schenkt.
Man muss sich nur auf den Weg machen, ihn zu entdecken.
Wer sich nicht auf die Suche begibt, wird die Wahrheit dieses Wortes auch nicht erfahren. Wir bieten im kommenden Jahr mehrere Möglichkeiten an, sich verstärkt auf die Suche zu begeben. Kommen Sie doch mit auf Entdeckungsreise.
Jürgen Grote


Wenn ihr Gott sucht, wird er sich von euch finden lassen.
2. Chronik 15, 2

 

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