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ALLER ANFANG IST SCHWER

Ich möchte ja gerne die Bibel lesen, doch wo soll ich anfangen? Sie ist ja so furchtbar dick und ist wirklich alles interessant? Und dann noch die Sprache. Die versteht doch keiner.

Wer die Bibel wie ein anderes Buch von vorne nach hinten lesen will, der wird bald wieder aufgeben. Es steht eben auch vieles drin, was nicht so interessant ist oder doch sehr mühselig zu verstehen. Ich schlage daher vor, dass man es macht, wie mit dem Bücherregal zu Hause. Wir suchen uns eines der Bücher aus, das sich in der Bibliothek Bibel findet.
Zum Beispiel die Evangelien. Aus verschiedener Sicht erzählen diese vier Bücher über Leben, Wirken, Sterben und Auferstehen Jesu. Es sind Erzählungen der ersten Christen, die ihren Glauben an Jesus Christus erzählend bezeugen.

Der Anfang der Welt  die "Urgeschichte"  finden wir ganz am Anfang der Bibel, in den ersten elf Kapiteln des 1. Buches Mose. Adam und Eva, der erste Mord, die Sintflut und die Arche, der Turmbau zu Babel können wir dort nachlesen und werden dabei in die Grundaussagen über den Menschen und die Welt hineingeführt. Danach erzählen das 1. und 2. Buch Mose von den Anfängen des Volkes Israel von Abraham bis Mose. Ab dem 34. Kapitel des 2. Mosebuches werden Gesetzesvorschriften alter Zeit aufgeführt. Da dürfen wir getrost weiter blättern.

Vom Buch Josua bis zum 2. Chronikbuch wird die Geschichte des Volkes Israel im heiligen Land erzählt. Wen eher der Fortgang der Geschichte der Christen interessiert, der ist bei der Apostelgeschichte im Neuen Testament gut aufgehoben. Vor allem der Lebensweg des Paulus ist dort sehr umfänglich beschrieben.

Wer einmal erfahren möchte, wie die Menschen des Alten Testamentes ihre Nöte und ihr Vertrauen in Worte gefasst haben, der sollte in den Psalmen schauen. Sie werden entdecken, dass die menschlichen Erfahrungen sich über Jahrtausende nicht verändert haben und dass die alten Worte uns viele Bilder der Hoffnung zu bieten haben.

Welche Bibel ist die richtige für mich? Die "Lutherbibel" bietet die traditionelle Sprachform, wie wir sie aus der Kirche kennen. Die "Gute Nachricht" versucht in heutigem Deutsch die Texte der Bibel zu übersetzen. Die "Einheitsübersetzung" ist die in der katholischen Kirche gebräuchliche Bibel, in der die Texte des Neuen Testamentes und der Psalmen unter Mitwirkung evangelischer Theologen entstanden sind.

Schauen Sie mal im Pfarramt vorbei, da haben wir eine große Auswahl verschiedenster Übersetzungen.

Jürgen Grote

 

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