| Gemeindebrief |
Nr. 90 |
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Dankeschönfest Es war ein fast schon historisches Ereignis, das Dankeschönfest aus Anlass des Endes der Restaurierung des Altares und der St. Martinskirche in Groß Elbe. Wir wurden im Rahmen des Festgottesdienstes von Propst Helmut Liersch bis in die Grün-dungszeit der Kirche hineingeführt. Die Zeit nach dem 30-jährigen Krieg stand vor Augen und das fast volle Gotteshaus bewies, dass der Gemeinde dieser Tatbestand trotz einer so langen Geschichte durchaus bewusst ist. Und doch war es gut, noch einmal auch in die geistliche Konzeption des Umbaues vor 300 Jahren hineingeführt zu werden, denn die Einrichtung der Kirche ist ja nicht nur Mobiliar, sondern hat immer auch eine geistliche Bedeutung. Der Kirchenvorstand und die Geistlichkeit würdigten das unermüdliche, auch strategische und oft mühevolle Zusammenspiel zwischen - um von unten, d.h. von der „Basis" anzufangen - der tragenden Gemeinde, dem Kirchenvorstand, dem heutigen sowie den ehemaligen Pastoren, den zuständigen Mitarbeitern des Landeskirchenamtes in Wolfenbüttel und nicht zuletzt den Restaurateuren und dem Denkmalsamt, welches erforderlich war, um die Kanzelwand jetzt wieder in der ursprünglichen und somit heutigen Pracht erstrahlen lassen zu können. Gestaltet wurde der Gottesdienst durch unseren Gemeindepastor Jürgen Grote im liturgischen Teil, durch den ehemaligen Gemeindepfarrer und jetzigen Propst Helmut Liersch im Predigtteil und dem Pfarrverbandschor im musischen Bereich. Dieser Festgottesdienst schloss das heilige Abendmahl ein, bei dem wir Gemeindeglieder den Altar neu „einnehmen“ konnten. Die neuen Konfirmanden, die in diesem Gottesdienst vorgestellt wurden, haben durch diesen Gottesdienst sicher eine neue Beziehung zu ihrer Kirche bekommen, so sie denn aufmerksam wahrgenommen haben, was uns erzählt wurde. Die Kirchengemeinde bedankte sich bei allen, die an der Restaurierung beteiligt waren: bei Propst Helmut Liersch, Taufpfarrer vieler der Neukonfirmanden, und seiner Frau Immogen; bei Walter Denzel, dem Architekten des LKA; bei Renate Ebeling, die immer wieder für Ordnung in der Kirche sorgte, bei Mark Malinowski, der als Restaurator 1300 Stunden an dem Altar verbracht hat und in einem Kurzinterview einiges über seine Arbeit erzählte. Auch wurde Hänner Heckert gedacht, der der Kirche und dem Altar sehr verbunden war. Stellvertretend für die Gemeinde bekam auch der Bürgermeister Friedhelm Vree ein Bilderleporello überreicht. Gleich zu Beginn des Gottesdienstes wurden Friedrich Möhrmann jr., Jürgen Schramm und Dieter Klingebiel gewürdigt, die die Renovierung des Gemeinderaumes übernommen hatten. Die Kollekte des Gottesdienste kam den Hochwassergeschädigten zugute: über 500 € kamen zusammen. Eine umfangreiche Ausstellung ließ viele noch einmal teilhaben an den vielen Jahren der Renovierung. Wer Groß Elbe und die Groß Elber kennt, weiß, dass ein „Dankeschön-Fest" ohne anschließender reichhaltiger Kaffeetafel im Gemeindehaus und Beteiligung der Vereine nicht geht. So trugen der Volkstanzkreis des DRK, die Tanzfrauen und der MGV mit dazu bei, dass auch kulturelles Programm nicht fehlte. Der GCV stellte ein Zelt zur Verfügung und fleißige Helfer waren an Kaffeetafel und Bierstand bemüht, den Nachmittag zu einer runden Sache werden zu lassen. Dadurch kam es ja auch zu den vielgepriesenen und wichtigen mitmenschlichen und zwischenmenschlichen Kontakten, die eine Dorfgemeinschaft so bereichern und die einem Pastor Gelegenheit bieten, wenige Tage vor Redaktionsschluss seine termingebundenen Hausaufgaben zu verteilen; so etwas geht halt doch nur am Bierstand Fazit: ein rundum optimaler (historischer) Gemeindenachmittag bei besten witterungsbedingten Voraussetzungen! Klaus Oehler (ergänzt von Jürgen Grote)
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