| Gemeindebrief |
Nr. 89 |
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ein besonderer Mensch – ein besonderer Abschied Am 24.Februar 2002 hat sich “Hänner“ Heckert von uns allen – seinen Freunden, seinem Pfarrer, seiner Gemeinde, seiner Kirche verabschiedet. Er hat den Radiogottesdienst in Groß Elbe ganz bewußt für seinen Abschied ausgewählt, und nicht nur wir, sondern viele andere im Chor, haben besonders für ihn gesungen. Denn im Pfarrverbandssingkreis hat er viele Jahre begeistert mitgewirkt. Ein besonderer Mensch war Hänner in vieler Hinsicht. Mit 64 Jahren wurde er erstmals Kirchenvorsteher. Ein Alter, in dem viele andere sich zurückziehen, damit “Jüngere“ was tun können. Aber jemand, der sich zum 75.Geburtstag ein Zelt wünscht und selbiges auch benutzt, der ist selber jung. Jung genug, um sich noch als Lektor ausbilden zulassen und dieses Amt mit viel Liebe und Zuverlässigkeit viele Jahre ausübt, auch noch über seine Kirchenvorsteherzeit hinaus. Wenn man ihn brauchte, war er da. Eigentlich hatte er als Kirchenvorsteher schon abgedankt, doch sprang er 1991? wieder als Nachrücker ein und war auch bereit, den stellvertretenden Vorsitz zu übernehmen. Er war immer ansprechbar. In der Gemeindebriefredaktion war er dabei. Dort hatte er sich spezialisiert auf die Arbeit am Ende der Redaktionssitzung. Die Zuordnung der Seiten und das Kopieren zu einer guten Vorlage für die Druckerei. Mit Engelsgeduld hat er manchmal nachts um 23.00 Uhr am Kopierer gestanden und die Druckvorlage geschaffen, die er dann auch noch selber als Kurier zur Druckerei beförderte.
Bei der Restaurierung „seiner“ Kirche hat er an den meisten Ortsbegehungen der Experten teilgenommen, und er hat sich über jede „Neuentdeckung“ z.B. das Fenster an der Treppe gefreut. Eingebracht hat er sich in jeder unserer 3 Gemeinden – nicht nur als Lektor – in Klein Elbe als Nikolaus, in Gustedt als Schlagwerkexperte der Turmuhr und in Groß Elbe als Experte für die Kirche und vor allem den Kirchturm. Mit 70 Jahren kletterte er im Turm herum, um herabgefallene Steine zwischen dem Mauerwerk und dem Glockenstuhl zu entfernen. Seine besondere Liebe galt allerdings der elektrischen Steuerung unserer Kirchenuhr. Da kam der Ingenieur durch, der er so gerne geworden wäre. Doch die Kriegswirren beschieden ihm einen anderen Weg. Hänner Heckert war aber nicht immer „bequem“. Er hatte eine Meinung, die er offen, wenn es sein mußte, auch vehement vertrat. Da wurde auch schon mal an den Landesbischof geschrieben. Er hat sich genauso auch für andere eingesetzt und offen Unrecht angesprochen. So könnte man an dieser Stelle über noch so vieles berichten. Wir, die Kirchengemeinde, haben einen besonderen Menschen verloren. Aber seien wir dankbar, daß wir ihn hatten. Im Trauergottesdienst berichtete uns Helmut Liersch bei seiner Traueransprache, wie sich Hänner von ihm beim letzten Besuch verabschiedet hat. „Mach’s gut. Wenn ich gestorben bin, rufe ich mal bei Dir an“. Gern würden wir mit ihm telefonieren..... Christa und Volkmar Denecke
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