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Radio aus Elbe
Bilder der Mitwirkenden -
Predigt und liturgische Texte
Im
Frühjahr 2001 bekundete unser Pfarrer Jürgen Grote beim NDR das erste Mal
Interesse, einen Rundfunkgottesdienst aus Elbe übertragen zu dürfen. Ein halbes
Jahr später kam die Antwort: am 24. Februar soll es soweit sein. Der
sonntägliche Gottesdienst, der von den Sendern NDR 4 und WDR 5 übertragen wird,
wird aus der St. Martinskirche in Elbe übertragen.
Die Kirchenvorstände
waren damit einverstanden und es entstand schnell ein Vorbereitungskreis, der
sich an die Arbeit machte.
Musik ist wichtig für
ein solches Ereignis. Chorgesang soll das Ereignis begleiten. Die Idee war,
einen Projektchor zu gründen, der eigens und nur für den Gottesdienst
zusammengestellt wurde. Leider hatte Herr Geisler gerade die Arbeit als
Chorleiter gekündigt. Nach einigem suchen fand man in dem Vikar Michael Rohde
aus Goslar den geeigneten Mann für dieses Projekt.
Im Dezember gab es ein
erstes Treffen zum Kennenlernen und ab Januar traf man sich wöchentlich zur
Probe. Zeitweilig waren 42 Sängerinnen und Sänger im Martinshaus. Vier Lieder
wurden eingeübt.
Neben dem Projektchor
wurde auch ein anderes Projekt aus dem Innerstetal mit einbezogen: die
Bläserklasse der Orientierungsstufe unter Leitung von Uwe Mäneke. Die Schüler
freuten sich, dass sie bei einem solchen Ereignis mit machen durften und probten
fleißig die beiden Lieder: „Ich lobe meinen Gott“, das den Gottesdienst eröffne
hat, und „Abraham“, dass das Thema des Gottesdienstes aufnimmt. Uwe Mäneke hat
diese beiden Stücke für diesen Tag und seine Schüler hervorragend arrangiert.
Die Orgel erklang und
es kam auch noch der Ehemann unserer Organistin Alissa Hoffmann dazu, Konstantin
Buryan, dessen Lebensgeschichte die Predigt aufnahm, und der mit einigen
Akkordeonstücken zur musikalische Vielfalt des Gottesdienstes beitrug.
Die Texte des
Gottesdienstes sind in dem Vorbereitungskreis entstanden. Ihm gehörten: Marianne
Fricke, Friedhelm Heidmann, Betina Heinecke, Petra Lampe, Johannes Lowes,
Heidrun Köhler, Hannelore Mäneke und Jürgen Grote an. Alle gemeinsam haben
interessante Textbeiträge gestaltet, die diesen Gottesdienst sehr lebendig
machten.
Die große Aufregung
begann in der Woche vorher, wo die beteiligten Sprecher ihre Texte auf Cassette
aufnahmen, um sich selber zu hören. Der letzte Schliff wurde angelegt. Am
Donnerstag war die letzte Chorprobe in der Kirche zusammen mit der Organistin.
Sie verlief gut, so dass jeder zuversichtlich dem Wochenende entgegengehen
konnte.
Am
Samstag Mittag kamen dann die Techniker des NDR, um den Ü-Wagen aufzustellen und
die Technik einzurichten.
17 Mikrofone standen am
Schluss in der Kirche, um alles sauber zu übertragen. Um 15.30 Uhr trafen die
Sängerinnen und Sänger sowie die ersten Schüler ein, um alles noch einmal zu
proben. Man spürte die Aufregung aller sehr deutlich. Um 17 Uhr war dann die
Durchlaufprobe. Beeindruckend war wie die einzelnen Abschnitte miteinander
abgestimmt waren. Auffallend auch, dass keine Pausen im liturgischen Ablauf
waren. Aufnahmeleiter und Techniker waren sehr zufrieden. Keiner hatte Angst,
dass irgendetwas nicht klappen könnte.
Am Sonntag war es nun
soweit. Im Altarraum ist es voll geworden, die Blässerklasse nimmt etwa
dreiviertel des Platzes ein. Kaum noch Platz für den Pastor. Eine Stunde vor
Beginn war die Kirche schon fast voll besetzt. Und das Einspielen begann. Die
Bläserklasse unter Leitung von Uwe Mäneke begann ihre Stücke zu spielen,
anschließend probte Frau Hoffmann ihre Orgelstücke, dann folgte der Projektchor
und zum Schluß noch die Gemeinde mit ihren Liedern.
Die einleitenden Worte
von Jan von Lingen vor dem Gottesdienst gingen vor allem auf die Besonderheiten
eines Rundfunkgottesdienst ein. Das Glockengeläut wird über ein Band eingespielt
und die rote und grüne Sendelampen vor dem Lesepult zeigen an, wenn wir in der
„Luft“ sind, beim Beten wird nicht aufgestanden um Unruhe zu vermeiden.
Und siehe da es waren
auch nur noch fünf Minuten bis zum Gottesdienst. Pastor Grote verlas daher schon
vorher die Abkündigungen. Zum letzten mal durfte noch geredet und sich
geräuspert werden. Die Anspannung stieg merklich.
Dann leuchtete die rote
Lampe einmal kurz auf, das Zeichen, dass das Glockengeläut vom Ü-Wagen für die
Sendung eingespielt wird. Kurze Zeit später gehen die grüne und die rote Lampe
an: Wir sind auf Sendung!
Jan von Lingen führt
die Rundfunk Hörer ein. Er sprich über Groß Elbe und die St. Martin Kirche,
damit der Hörer sich ein Bild machen kann. Die Bläserklasse spielt anschließend
„Ich lobe meinen Herren“ die Kirche erhallt mit diesen rhythmischen Klängen. Der
Wechsel zu einer Beschreibung einer Alltagsszene wird mit Wecker-Piepen,
Kaffeetassen klappern und Zeitungsraschen untermalt.
„Lobet den Herren“ wird
sehr stimmig vom Projektchor unter Leitung von Michael Rohde gesungen.
Abraham, Abraham
erschallt es in der Kirche der Projektchor gibt sich zum besten. Dabei erfüllt
eine Sopran Stimme beeindruckend die Kirche.
Die Predigt handelt
vom Vorbild des Abraham. Mit musikalischen Einlagen des Akkordeonspielers
Konstantin Buryan wird eine sehr besinnliche Stimmung erzeugt. Der russische
Musik ließ sich ebenfalls auf Lebensveränderung ein, wie Abraham sie erlebt hat.
Immer wieder
beeindruckend sind die musikalischen Einlagen des Projektchores, der
Bläserklasse, der Orgel und des Akkordeons.
Das Orgelnachspiel
hörte auf – eine Sekunde lang leuchtete noch das Licht, was dem Redakteur
leichte Angst ins Gesicht trieb.
Anschließend wurde
ausgiebig geklatscht, Erlösung und Erleichterung war allen Beteiligten
anzumerken. Zum Abschluss spielte die Bläserklasse noch einmal: Ich lobe meinen
Gott, der aus der Tiefe mich holt.
Alles in allem kann man
nur eins sagen: der ganze Gottesdienst war in sich stimmig, lebendig und
abwechslungsreich. Man kann nur ein großes Lob an den Vorbereitungskreis und
Herrn Grote ausstellen.
Im Anschluss riefen 72
Personen an, von Lübeck bis Aachen, die überwiegend positive Rückmeldungen
gaben.
Frank
Kilimann
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