| Gemeindebrief |
Nr. 88 |
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Ein Herz für Mütter Diesmal möchte ich eine Frau vorstellen, der ich persönlich dankbar bin, dass sie sich diese praktische Hilfe für Mütter hat einfallen lassen. Vor über 50 Jahren gründete sie das Müttergenesungswerk. Es ist Elly Heuss-Knapp die Frau des ersten Bundespräsidenten Elly Knapp wurde am 25. Januar 1881 in Straßburg als Tochter eines Professors der Wirtschaftswissenschaften geboren. Schon früh begann sie sich für den sozialen Dienst zu engagieren. Sie betreute Kinder im Hort bei den Hausaufgaben und verstand es, sie mit interessanten Geschichten zu unterhalten. Elly K. war schon als junges Mädchen sehr mit ihrem Glauben verhaftet und fühlte sich besonders von Pfarrer Friedrich Naumanns Andachten inspiriert. Diese Andachten las sie regelmäßig in der christlich-sozialen Wochenzeitung „Die Hilfe„. Ellys christliches Denken und Handeln wurde davon nachhaltig geprägt. Sie will praktisch handeln, Verantwortung übernehmen, einen Beruf erlernen und macht mit 18 Jahren ihr Lehrerexamen. Durch ihre Initiative wird eine Fortbildungsschule für Mädchen eingerichtet, an der sie unterrichtet. Stark interessiert an wirtschaftlich-sozialen Fragen studiert sie Volkswirtschaft. Sie engagiert sich in der Frauenarbeit und schreibt später ein kleines Buch: „Bürgerkunde und Volkswirtschaftslehre für Frauen„ Elly K. will Frauen informieren und sie ermutigen, mehr gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. 1908 heiratete sie Theodor Heuss, den sie bei einem Besuch bei Fr. Naumann kennenlernte. 1910 wird der Sohn Ernst-Ludwig geboren. 1918 durften die Frauen endlich zu Wahl gehen! Elly Heuss-Knapp informierte die Frauen über ihr Wahlrecht und rief dazu auf, dieses auch in Anspruch zu nehmen. 1933 wurde dem Ehepaar Heuss, wegen demokratischer Gesinnung das Unterrichten verboten. Um den Lebensunterhalt zu sichern, arbeitete Elly als Werbetexterin, bis es 1939 wegen des Krieges nichts mehr zu werben gab. Trotz großer eigener Not blieb im Hause Heuss die Tür für Menschen, die durch das Hitlerregime in Not geraten sind, immer offen. Elly H.-K. wird in dieser Zeit schwer herzkrank. Gleich nach dem Krieg findet ihr Mann wieder Arbeit. 1946 wird Elly H.–K. in den ersten Landtag von Württemberg gewählt. Am 12.09.1949 wird Theodor Heuss erster Bundespräsident. Im gleichem Jahr kam es zu einer Begegnung zwischen Elly H.-K. und der Leiterin des „Bayrischen Mütterdienst der Ev. Landeskirche. Sie erfuhr von dessen Sorgen und finanziellen Nöten und sie versprach zu helfen. Am 30.01.1950 verkündet sie über den Rundfunk die Gründung des „Deutschen Mütter-genesungswerkes „ .......“Nach den Strapazen des Krieges- und Nachkriegszeit ist jetzt der Moment gekommen, wo man Müttern helfen muß...“ Das Müttergenesungswerk ist eine Sammlungsstiftung. Jedes Jahr finden die Sammlungen im Mai statt. „Das Müttergenesungswerk war für mich eine wirkliche Krönung meines Lebens -was mir das Wichtigste war-, die friedliche Zusammenarbeit!“ Am 19. Juli 1952 stirbt Elly Heuss-Knapp. Mich beeindruckte ihre Tatkräftigkeit aus innerer Überzeugung; trotz Krankheit, ihre stetige praktische Arbeit und Hilfe für Frauen. Betina Heinecke Mütter stärken - Der Weg zur Kur Ausgebrannt, körperlich und seelisch erschöpft, immer häufiger krank – so geht es aufgrund zahlreicher Belastungen vielen Müttern. Eine Mütter-, bzw. Mutter-Kind-Kur kann da oft helfen. Broschüren hierzu liegen im Kindergarten Gustedt oder im Gemeindebüro aus! Informationen unter: Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Keuz, Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Diakonisches Werk Internet: www.muettergenesungswerk.de
Deutsches Müttergenesungswerk,
Elly-Heuss-Knapp-Stiftung, Deutenbacher
Strasse 1, 90547 Stein e-mail: info@muettergenesungswerk.de
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