Gemeindebriefe

Nr. 87

 
Gemeinde-briefe
Nr. 80
Nr. 81
Nr. 82
Nr. 83
Nr. 84
Nr. 85
Nr. 86
Nr. 87
Nr. 88
Nr. 89
Nr. 90
Nr. 91
Nr. 92
Nr. 93
Nr. 94
Nr. 95
Nr. 96
Nr. 97
Nr. 99
Nr. 100
Nr. 101
Nr. 102
Nr. 103
Nr. 104
Nr. 105
Nr. 106
Nr. 107

Home

Predigt

Kirchen

Kinder-
gottesdienst
Konfirmanden
Gemeinde
Gemeindebrief
Gottesdienst
Links
Gästebuch
Sitemap
Kontakt
 

Rosmarie Heidmann

Organisatorin des Adventbasars

Basar zum 1. Advent, das ist seit 22 Jahren ein Termin, zu dem viele Besucher von nah und fern kommen. Zu kaufen gibt es Gestecke, Baum-schmuck Weihnachtskarten, Häkelsachen und vieles andere mehr. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wo kann man schon in solch großer Auswahl Torten und Kuchen genießen? Die Gemeinderäume strahlen in festlichem Kerzenglanz. Das bunte Stimmengewirr läßt erkennen, dass sich die Besucher hier wohlfühlen. Auch Handfesteres wird geboten: Verkaufsbuden auf dem Vorplatz mit Bratwurst, Glühwein oder anderen Getränken. Der Erlös aller Aktionen ist für Menschen in Not bestimmt.

 

Nunmehr zum 12. Male hat Rosmarie Heidmann die Fäden der Organisation in der Hand. Mit ihrem Basarteam, zur Zeit neun Frauen, arbeitet sie fast das ganze Jahr für diesen 1. Advent. Bis zu den Sommerferien trifft man sich einmal im

Monat, nach den Sommerferien an jedem Montag. Zunächst

 

werden Ideen gesammelt, neue Vorschläge diskutiert, denn es soll sich nicht alles in jedem Jahr wiederholen, das wäre langweilig und würde  uninteressant. Rosmarie Heidmann arbeitet aktiv in der Bastelgruppe mit, ein Hobby von ihr, vor allem Dänische Stickerei ist ihr Steckenpferd.

Doch genauso wichtig für sie und das Unternehmen Basar ist die Koordination der einzelnen Gruppen, die sich beteiligen: der Kindergarten, der Kinderspielkreis, der Seniorenkreis, die Tanzfrauen und andere, dazu die Beiträge einzelner Gemeindemitglieder und die fleißigen Helfer im Hintergrund.

Jedes Jahr wird neu entschieden, wem der Verkaufserlös zugute kommen soll. Immer geht es um ein soziales Engagement, um Hilfe für Bedürftige, sei es in Deutschland oder in der Dritten Welt. Für dieses Jahr wie im Vorjahr soll der Erlös aufgeteilt werden: Ein Teil geht an den Verein „Elternhilfe für das krebskranke Kind“ in Göttingen. Dieser Verein ermöglicht den Eltern ein kostenloses Wohnen in Krankenhausnähe, während ihre Kinder mit Operation, Chemotherapie und Bestrahlung monatelang behandelt werden. Der andere Teil soll wie im Vorjahr an das indische Projekt „Lifeline Express“ fließen, einen Krankenhauszug, der seit 1991 durch die ländlichen Gebiete Indiens rollt und den Ärmsten eine kostenlose Krankenbehandlung ermöglicht.

Für Rosmarie Heidmann ist seit ihrer Kindheit dieses soziale Engagement ein Anliegen. Schon sehr früh wünschte sich die in Dungelbeck, Krs. Peine als älteste von vier Mädchen aufgewachsene Rosmarie, Kinderkrankenschwester zu werden. So kam es auch. Ihre Ausbildung erfolgte im Städtischen Krankenhaus Lebenstedt. Der Umgang mit kranken Kindern, die Chance, helfen zu können, machte ihr viel Freude. Zusätzlich machte sie eine Ausbildung als Operationsschwester und arbeitete im OP. Als die Söhne geboren wurden, gab sie den Beruf auf und widmete sich ganz der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder.

1986 zog die Familie nach Groß Elbe. Hier fanden sie zu ihrer Überraschung einen Schulkameraden ihres Mannes: den Pastor Helmut Liersch, So war ein persönlicher Kontakt schnell hergestellt. Und als 1990 eine Nachfolgerin für Renate Etzold gesucht wurde, die 10 Jahre den Basar organisiert hatte, kam der Pastor auf sie zu: „Wollen Sie nicht einspringen? Wir glauben, dass Sie das können!“ Rosmarie war bereit, und die Gemeinde war ihr dafür sehr dankbar.

Zwei Jahre wurde der Adventsbasar noch in der Schule abgehalten. Seit dem Umbau des Martinshauses 1993 findet er rund um die Elber Kirche statt.

Rosmarie Heidmann freut sich, dass in den vergangenen 11 Jahren ein Reinerlös von 53.000 erarbeitet werden konnte. Das Geld wurde in gezielte Entwicklungsprojekte in Indien, nach Palästina, nach Madagaskar geleitet. Wie sich aus Rückmeldungen ergab, sind die aus unserer Gemeinde gespendeten Gelder gut angelegt worden und haben schon die Not vieler lindern helfen.

Sie und ihr Team wünschen sich, dass auch in diesem Jahr wieder viele Menschen den Weg zum Groß Elber Basar suchen mögen und dass sie Gefallen an den Bastelsachen finden. Auch wir wünschen ihr auch für dieses Jahr guten Erfolg und für die kommenden Jahre Kraft, Gesundheit und viele gute Ideen.

Rudolf Brinschwitz

 

Hilfe für Indien

Der diesjährige Basarerlös ist zur Hälfte für den Kranken-hauszug in Indien bestimmt. Rosmarie Heidmann hat dieses Projekt in Halle 24 auf der Expo 2000 kennen gelernt. Der Life-Line-Express ist ein Krankenhaus auf Rädern, das zu den Patienten in ländlichen Gebieten fährt, wo Armut, schlechte Gesundheit und schlechte Vorsorge zusammen gehören.

Der Zug ist ausgerüstet mit Operationssaal, Labor, Medikamentenlager und einem Unterrichtsraum für Vorträge über Hygiene und gesunde Ernährung. Etwa einen Monat bleibt er an einem Ort stehen, in dieser Zeit werden mehr als 5000 Menschen versorgt, operiert, geimpft. Dann rollt er weiter. Sobald der nächste Aufenthalt bekannt ist, pilgern arme Kranke oft 200 Kilometer zu diesem rollenden Krankenhaus. Finanziert wird das Projekt aus Spenden. Das Basarteam hofft, auch in diesem Jahr aus den Spenden unserer Gemeinden einen namhaften Betrag nach Indien schicken zu können.

    Rudolf Brinschwitz

vorige Seite

nächste Seite

zurüch zum Anfang der Seite  oben

   

 

 

 

 

   

© für alle Seiten und Inhalte liegen bei Jürgen Grote