Gemeindebriefe

Nr. 87

 
Gemeinde-briefe
Nr. 80
Nr. 81
Nr. 82
Nr. 83
Nr. 84
Nr. 85
Nr. 86
Nr. 87
Nr. 88
Nr. 89
Nr. 90
Nr. 91
Nr. 92
Nr. 93
Nr. 94
Nr. 95
Nr. 96
Nr. 97
Nr. 99
Nr. 100
Nr. 101
Nr. 102
Nr. 103
Nr. 104
Nr. 105
Nr. 106
Nr. 107

Home

Predigt

Kirchen

Kinder-
gottesdienst
Konfirmanden
Gemeinde
Gemeindebrief
Gottesdienst
Links
Gästebuch
Sitemap
Kontakt
 

Bittgottesdienst am 12. September

Ich war sehr betroffen und schockiert über die ersten Bilder aus Amerika, als ich am 12. 9. zum Bittgottesdienst zum Gedenken der Opfer der Terroranschläge ging. Eine ungewohnte und nicht gekannte Angst stieg damals in mir auf, obwohl Amerika so weit weg ist. Es war das Fremde, was mir Angst machte, die neue Art von Terroranschlägen mit Selbstmordpiloten. Beim Betrachten der Bilder im Fernsehen wurde einem die Hilflosigkeit einer so mächtigen Militärmacht, vor Augen geführt. Wir können uns absichern so viel wir wollen, auch durch höchsten finanziellen Einsatz, doch was am 11. 9. geschehen ist, kann überall und zu jeder Zeit wieder passieren - auch in Deutschland!

Ich bin dankbar, dass ich in einer Zeit ohne Krieg, in unserem Land, leben darf.

Wie aber reagierten nun die USA? Welche Folgen hat das für Deutschland? Wie sieht die Zukunft unserer Kinder aus? Wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Wie soll man auf so ein Übel reagieren? Fragen über Fragen.

Ich kann die Wut des amerikanischen Volkes auf den Mann verstehen, der dafür verantwortlich ist, und die Sehnsucht nach Vergeltung.

Um  meine Verbundenheit mit den Amerikanern zum Ausdruck zu bringen, besuchte ich am 12. 9. den Bittgottesdienst in unserer St. Martinskirche Groß Elbe. Die voll besetzte Kirche zeigt mir, dass sich viele Menschen unserer Gemeinde in ihrer Trauer und ihren Gefühlen mit den USA verbunden fühlten. Pastor Grote wies in seiner Predigt darauf hin, dass wir Gewalt nicht mit Gewalt begegnen sollen, denn Jesus macht deutlich: Gewalt ist niemals ein Mittel, um Probleme zu lösen, weder im persönlichen noch im gesellschaftlichen Bereich. Darum sollten Christen immer wieder für friedliche Lösungen eintreten. Die unheimliche Stille und Ruhe während des Gottesdienstes zeigt mir die tiefe Betroffenheit der Anwesenden. Es war gut, dass dieser Gottesdienst gehalten wurde, und es tat gut daran teilgenommen zu haben.

Aber ich muss ehrlich gestehen, die Welt wird sich nicht ändern. Sie bleibt weiter voller Fragen, voller Angst, Not und voll von Gewalt.

Auf dem Heimweg vom Gottesdienst jedoch hatte ich das Gefühl, mit meinen Ängsten und Gedanken nicht allein zu sein.

Denn das letzte Urteil wird nicht in dieser Welt gesprochen, sondern in Gottes Ewigkeit.

Simone Dießel

vorige Seite

nächste Seite

zurüch zum Anfang der Seite  oben

   

 

 

 

 

   

© für alle Seiten und Inhalte liegen bei Jürgen Grote