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Himmelfahrt 2001

Einen Himmelfahrtstag besonderer Art in Form einer
Fahrradtour innerhalb des Pfarrverbandes hatte sich unser Pastor Grote
einfallen lassen. Liegt diese auch schon einige Wochen zurück, ist sie
doch allen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung geblieben.
Bevor der Start in Groß Elbe vor der Martinskirche erfolgen sollte, fand
ein bemerkenswerter Gottesdienst statt. In dessen Verlauf sollte die
gespielte Suche nach einem geeigneten Nachfolger König Sauls, der als der
1. König Israels gilt und 1020 v. Chr. lebte, erfolgen. Gott selber hatte
Samuel beauftragt einen neuen König zu suchen. Samuel sollte sich dabei
Isais Söhne ansehen, denn unter ihnen befände sich der neue König: So
kommt Saul in die Stadt Bethlehem, wo Isai mit seinen 4 Söhnen lebte. Er
bespricht mit Isai, dass einer seiner Söhne gesalbt werden soll. Isai
stellt Samuel zunächst drei seiner Söhne vor, die seiner Meinung am
ehesten geeignet wären, König zu werden.
Der Erste, das älteste Kind, schildert Samuel seine Vorzüge. Ich bin
stark, gut im Sport, bezwinge alle im Kampf. Bin außerdem schon groß.
Trotz aller dieser Vorzüge spürt Samuel, dass Gott dieses Kind nicht
auserwählt hat.
Als zweites Kind stellt Isai, seiner Meinung nach das klügste Kind vor. Es
berichtet: Ich kann schreiben und lesen, kenne alle Zahlen bis 1 Million.
Samuel meint, ein kluger König wäre nicht schlecht, doch er spürt, auch
dieses Kind hat Gott nicht auserwählt.
Der dritte Sohn sagt von sich: Ich habe stets mein Taschengeld gespart und
auf die Bank gebracht, bin immer auf Gewinn ausgerichtet, habe ein dickes
Sparkonto. Wenn ich wollte, könnte ich mir viele schöne Dinge kaufen.
Samuel ist beeindruckt, vielleicht wäre dieser Junge ein guter König und
könnte unserem Land zu Reichtum und Wohlstand verhelfen. Doch Gott hat
auch dieses Kind nicht zum König bestimmt. Samuel denkt lange nach und
fragt Isai, ob er nicht noch einen Sohn habe.
Als 4. Kind tritt nun David auf den Plan und berichtet: Ich kann nicht
viel, bin aber ein guter Hirte und spiele gelegentlich König Saul auf der
Zitter vor.
Samuel spürt in sich die Stimme Gottes, ein guter Hirte, so einen bracht
das Volk. So wird, nach langem Suchen, in David der zukünftige neue König
gefunden.
Nach dieser so "trefflichen Wahl" erfolgte nun der Start zur 1. Etappe
nach Klein Elbe. Hierzu hatten sich etwas 90 bis 100 Teilnehmer aller
Altersklassen eingefunden. Angefangen vom 2jährigen Kleinkind, als
"Beifahrer" versteht sich, bis zu einer 80jährigen.
Vor
der Nikolauskirche in Klein Elbe wurde überwiegend gesungen und getanzt.
Es sollte die Freude über die Wahl David zum Ausdruck gebracht werden.
David spielt auf dem Xylophon fröhliche Melodien, um die eben noch
traurige Seele des Königs Saul zu erheitern.
Nach einem Segenswort zur Weiterfahrt, wird die 2. Etappe, die durch Feld
und Flur nach Gustedt geht, gestartet.
In der Christuskirche findet die Fortsetzung und das Ende der gespielten
Darstellung um David statt.
Hier erzählt Samuel von den bösen Philistern, zu denen auch Goliath aus
dem Philister-Heer gehört. Dieser fordert das Heer der Israeliten heraus.
David, der diese Herausforderung annimmt, tötet Goliath mit der
Steinschleuder. Nach diesem so erfolgreichen Kampf wird David unter großem
Jubel (der Kinder in der Kirche) zum König gekrönt. Zu dieser gekonnt
gespielten Suche nach einem neuen König kann man alle beteiligten
Mitspieler beglückwünschen und ermutigen, so weiter zu machen.
Nach dem Lied "Lauda to si", dem Vater unser und Segenslied war der
offizielle Teil dieses doch so außergewöhnlichen Gottesdienstes beendet.
Dass sich nun nach all den Anstrengungen der Magen meldete, war gut zu
verstehen. Doch auch für das leibliche Wohl hatten fleißige Hände gesorgt.
So warteten denn vorbereitete Köstlichkeiten auf den Verzehr. So endete
dieser Tag, wie er begonnen hatte bei strahlendem Sonnenschein. Alle
Teilnehmer sind nun schon gespannt, was sich wohl unser Pastor Grote im
Jahre 2002 zum Himmelfahrtstag einfallen lässt.
Ernst Brecht
Der Ablauf des Tages ist zu finden unter
www.kinderkirche.de
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