| Gemeindebrief |
Nr. 85 |
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Ein Krankenhauszug fährt durch Indien LIFELINE EXPRESS: Die Armen nennen ihn liebevoll den "Zauberzug". Es ist das Projekt, für das die Hälfte des Erlöses vom Adventsbasar gespendet wurde. Anlässlich der Spendenübergabe hatte Frau Heidmann zu einem Informationsabend über dieses Projekt eingeladen. Frau Sabine Meyer, Beauftragte der Organisation, schilderte uns eindrucksvoll vom Leben der Menschen in Indien – vor allem der Ärmsten. Zuerst gab uns ein Film Einblicke in die Arbeit des LIFELINE EXPRESS: Indien ist ein großes Land. Es teilt sich in drei Landschaftszonen: der Gebirgszone des Himalaja folgt die Ebene des Indus und des Ganges, die sich im Süden zu einem Tafelland erhebt, dessen Küsten von breiten Ebenen gesäumt werden. Es herrscht subtropisches bis tropisches Klima. Viele Dörfer sind schwer zu erreichen. Straßen gibt es oft nicht. Hier herrscht die größte Armut und durch dieses Gebiet rollt der Zauberzug. Schnell verbreitet sich dessen Ankunft und der Andrang ist immer stark. Der Zug besteht aus 4 alten Waggons. Einer davon ist mit 4 Tischen als OP eingerichtet. Es wird immer an allen Tischen gleichzeitig operiert, damit möglichst vielen Menschen in kurzer Zeit geholfen werden können. Überwiegend indische Ärzte, die sonst in gut bezahlten Krankenhäusern arbeiten, stellen sich hier unentgeltlich zur Verfügung. Blindheit durch grauen Star, Verkrüppelungen durch Kinderlähmung, Wolfsrachen oder Hasenscharten sind die häufigsten Gründe der OP’s. 9 Jahre ist der LIFELINE EXPRESS unterwegs, 200000 Menschen konnte in dieser Zeit geholfen werden. Sie sind die Ärmsten der Armen, die durch die Befreiung von ihren Leiden neue Hoffnung auf ein besseres Leben schöpfen können. Ich freue mich, dass Frau Heidmann (Basarkreis) dieses Projekt ausgewählt hat. Es ist unkompliziert, gut organisiert und bringt den Menschen praktische Hilfe. Hilfe die trotz allem ohne Spenden nicht möglich ist. Diese Organisation IMPAKT INDIA FUNDATION wird auch von anderen großen Hilfsorganisationen und der indischen Regierung unterstützt. Selbstverständlich spenden auch die Reichen in Indien, denn die gibt es dort auch. Doch die Not ist groß! Mit den Worten von Albert Schweitzer möchte ich enden: "Wir haben die Verantwortung für das was wir tun, und für das was wir NICHT tun." Danke allen Helfern und Spenden! Am Ende des Abends überreichte Frau Heidmann eine Spende von insgesamt DM 2.650,-- an Frau Sabine Meyer für den "Zauberzug" aus Indien. Betina Heinecke
Dank der Kollekten bei den Konfirmationen unserer 3 Gemeinden konnten wir den Betrag um DM 873,80 erhöhen.
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