| Gemeindebrief |
Nr. 83 |
Vorstellungsgottesdienst der KonfirmandenEin wunderschöner Morgen, die Sonne scheint in die Kirche und löst ein wenig die Spannung, die von der Gruppe der Konfis ausstrahlt. Sie sind aufgeregt, das spürt man – aber es ist eine fröhliche Stimmung. Nach der Begrüßung durch Herrn Grote, der noch eine Gruppe aus der Goslarer Marktkirchengemeinde und auch Propst Liersch begrüßt, der ja einige dieser Konfirmanden getauft hat, beginnt der Gottesdienst mit dem Lied "Morgenlicht leuchtet", was an diesem Morgen besonders gut paßt, weil es stimmt. Mit der Lesung wird auf das Thema hingewiesen: "Das Vaterunser". Bei dem folgenden "Gespräch mit Gott" wird man sehr nachdenklich. Es macht uns deutlich, was die einzelnen Bitten im Vaterunser bedeuten und das Hinterfragen Gottes "Meinst Du das wirklich so?" oder "Tust Du denn auch etwas dafür" und das langsame Verstehen der Beterin, bringen neue Einsichten. Nach dem nächsten Lied wird vor dem Altar ein großes Bild mit einer Blüte aufgestellt auf deren roten und grünen Blättern, die Bitten des Vaterunser in Worten stehen. Die roten Blätter – die ersten 3 Bitten - werden mit einem gelben Streifen verbunden und es entsteht ein Dreieck, dessen Spitze nach oben zu Gott weist. Die Verbindung der grünen Blätter – die letzten 3 Bitten – läßt ein Dreieck mit der Spitze nach unten zur Erde entstehen. Klar und deutlich ist, entstanden aus den beiden Dreiecken, der Davidstern zu erkennen. Leider fällt er nach kurzer Zeit ab, weil der Kleber nicht hält, was die Konfis zum Lachen bringt und so wieder ein wenig die Aufregung mindert. Wichtig aber war, daß wir ihn gesehen haben und auf die Gemeinschaft mit dem jüdischen Volk hingewiesen wurde. Nach dem nächsten Lied stellen die Konfis die Blüte in anderer Form vor. Sie setzt sich jetzt aus Bildern zusammen, die zu den jeweiligen Bitten gemalt worden sind. Die Aussagekraft dieser Bilder und die Erläuterungen und Geschichten dazu, werden sehr gespannt und aufmerksam von der Gemeinde aufgenommen. Wer fühlt sich nicht betroffen, wenn es darum geht, andere Menschen so zu nehmen, wie sie sind oder wenn es um Frieden auf der Erde, die Hoffnung oder Erlösung von Krankheit geht? Bilder von jungen Menschen gemalt, mit viel Aussagekraft! Den Fürbitten von diesen jungen Menschen gesprochen, die anscheinend verstanden haben, worum es geht (auch wenn sie während des Gottesdienstes mal gackern, quasseln oder kichern), folgt das Vaterunser mit Gesten zu den einzelnen Bitten – was deutlich macht, daß ich auch beten kann, ohne die Hände zu falten, sondern mein Anliegen mit diesen Gesten verstärken kann. Es war ein Erlebnis in diesem Gottesdienst gesehen und gehört zu haben, wie die Konfirmanden sich mit dem Glauben auseinandersetzen und daß die "lieben Kleinen" langsam erwachsen werden. Herzlichen Dank an Herrn Grote und alle Konfirmanden für diesen besonderen Gottesdienst!
Christa Denecke
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