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Jahrestagung des diakonischen Werkes

Wir Mitarbeiterinnen des Kindergartens waren wieder am 17. Mai zur Jahrestagung in der Stadthalle in Braunschweig. Diese Tagung ist eine Veranstaltung des Diakonischen Werkes.
Sie stand unter dem interessanten Thema: "Der Bildungsauftrag von Kindertagesstätten".
Was heißt das konkret?
Zitat von Frau Dr. Marion Musiol:
Die ersten 6 Jahre spielen eine wesentliche Rolle für die Entwicklung des Kindes. Aus neueren Forschungen der Entwicklungspsychologie ist bekannt, das gewisse Qualifikationen lange vor der Schule erworben werden.
Kindertageseinrichtungen, als einer Institution mit "Bildungsauftrag" kommt es daher nicht zu, Kinder lediglich zu belehren und ihnen althergebrachtes Wissen "einzutrichtern".
Kindertageseinrichtungen haben vielmehr die Aufgabe, nicht gegen die Kräfte der Kinder, sondern mit den Kräften der Kinder zu arbeiten. D. h., sie sollten die vorhandene Neugier, den Wissensdrang, die Kreativität von Kindern unterstützen, ihr Engagement sowie ihr soziales Interesse anerkennen und unterstützen.
Kinder können nicht gebildet werden, sie bilden sich selbst. Kinder sind Forscher, Erfinder, Bastler .... . Dies ist ein Bild vom Kind, von dem wir im Bundesmodellprojekt "Zum Bildungsauftrag in Kindertageseinrichtungen" ausgehen.
Das Kind bildet sich durch seine eigene Aktivität selbst, es konstruiert sein Wissen über die Bedeutung der Dinge, indem es handelt. Das sich selbst bildende Kind wird deshalb auch als "konstruierendes" Kind bezeichnet.
Wissen über die Welt eignet sich das Kind nicht deshalb an, weil es ihm Erwachsene beschreiben oder erklären, sondern weil es selbst forschend mit den Dingen und Situationen, die ihm begegnen, umgeht.
Als Grundlage für seine Selbstbildungsprozesse braucht 
das Kind komplexe Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten.

Wir Mitarbeiterinnen fühlten uns durch den Vortrag von Frau Dr. Musiol in unserer pädagogischen Arbeit bestätigt. Bei uns haben die Kinder den Freiraum den sie brauchen, komplexe Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten zu machen. Sie können täglich eigenverantwortlich und selbständig ihre vorhandene Neugier, ihren Wissensdrang und ihre Kreativität entdecken und ausleben. Wir geben ihnen durch die Gestaltung der Räume und des Außenspielgeländes vielfältige Möglichkeiten, Forscher, Erfinder und Bastler zu sein. Täglich können sie neues entdecken, erforschen, erfinden, erträumen, erspielen, erleben und viele schöne und interessante Dinge herstellen. So wird die Kindergartenzeit nie langweilig und uninteressant.
Mit diesen vielen Möglichkeiten können sich unsere Kinder zu kreativen, selbständigen und selbstbewußten Menschen entwickeln. Das ist unser Bildungsauftrag in unserem evangelischem Kindergarten.

Rosina Niesel

Informationen aus dem Kindergarten

In der nächsten Zeit haben wir viele lehrreiche und interessante Aktivitäten mit unseren zukünftigen Schulanfängern geplant:

  • Wir fahren wieder wie jedes Jahr zur Berufsfeuerwehr nach Braunschweig. Dieses besondere Erlebnis für unsere Kinder verdanken wir Herrn Steinmark aus Klein Elber, ein ehemaliger Kindergartenvater. Er ist selbst bei der Feuerwehr in Braunschweig berufstätig und führt uns immer in sehr netter und kindgerechter Weise durch alle Bereiche der Feuerwehr.
  • Dann besuchen wir das Heimatmuseum in Holle.
  • Die Museumsbäckerei in Salder, wo die Kinder selbst Brot backen können.
  • Außerdem fahren wir wieder mit den zukünftigen Schulanfängern nach Oderbrück im Harz, wo wir auch übernachten. Dort machen die Kinder viele interessante und wichtige Erfahrungen, und sie werden gestärkt in ihrem Selbstbewußtsein, mal ohne Mama und Papa fertig zu werden.
Rosina Niesel

 

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