Gemeindebrief

Nr. 80

 
Gemeinde-briefe
Nr. 80
Nr. 81
Nr. 82
Nr. 83
Nr. 84
Nr. 85
Nr. 86
Nr. 87
Nr. 88
Nr. 89
Nr. 90
Nr. 91
Nr. 92
Nr. 93
Nr. 94
Nr. 95
Nr. 96
Nr. 97
Nr. 99
Nr. 100
Nr. 101
Nr. 102
Nr. 103
Nr. 104
Nr. 105
Nr. 106
Nr. 107

Home

Predigt

Kirchen

Kinder-
gottesdienst
Konfirmanden
Gemeinde
Gemeindebrief
Gottesdienst
Links
Gästebuch
Sitemap
Kontakt
 

Anfänge der Kirche

Besondere Veranstaltungen waren für das Jahr 2000 auch in unserer Kirchengemeinde angekündigt. Dazu gehört die Vortragsreihe über die Geschichte des Christentums.
Die erste Veranstaltung fand am 8. Februar im Groß Elber Martinshaus statt. Reichlich Stoff bot Herr Pfarrer Grote den interessierten Zuhörern zum Thema: "Christliche Gemeinden in den ersten drei Jahrhunderten".
Wir erfuhren, daß erst 313 durch Kaiser Konstantin mit dem Mailänder-Edikt das Christentum neben den alten Kulten offiziell zugelassen wurde und sich damit die Entwicklung zur Staatsreligion anbahnte. Bis dahin gab es kein einheitliches christliches Geschehen, es war vielmehr die Geschichte der theologischen Auseinandersetzungen.
Wir wissen, daß die Evangelien viele Jahre nach der Kreuzigung von Jesus Christus aufgeschrieben worden sind. Markus hat wahrscheinlich als erster (etwa um 70 n. Chr.) vor der Zerstörung Jerusalems, verschiedene Überlieferungen, Sammlungen einzelner Geschichten und Augenzeugenberichte geordnet zu Papier gebracht. Vielleicht konnte man aus einer gewissen Distanz objektiver und mit weniger Emotionen über Leben und Leiden von Jesus Christus berichten.
Jerusalem war zunächst Kernsitz der Christengemeinde. Petrus, Jakobus und Johannes waren am dichtesten dran an Jesus Christus, daher wurden sie auch Säulen und Träger des christlichen Glaubens genannt.
Die Verbreitung des Christentums fand über die großen Handelswege statt. Die entscheidenden Missionare waren Paulus und Petrus. Petrus auf dem Hintergrund von Jesus Christus, Gottesfurcht, Gehorsam und Hoffnung lebend. Paulus, zunächst Verfolger des Christentums, begann nach seinem Bekehrungserlebnis zu missionieren. Er unternahm drei wichtige Reisen und hinterließ blühende christliche Gemeinden, wobei sein Hauptanliegen die Erkenntnis war: es gibt nur einen Christus. Spalten sich Glaubensrichtungen, so spalten sie Christus!
Obgleich in den ersten Jahrhunderten die Gedanken von Paulus nicht so wahrgenommen wurden, hatte er dennoch großen Einfluß. Große Theologen wie Augustin, Thomas von Aquin und Luther stützten ihre Theologie auf seine Gedanken.
Die Entwicklung des Christentums stand immer im engen Zusammenhang mit der politischen Entwicklung. Der Kaiserkult war nicht unproblematisch, auch Grund der lokal beschränkten Christenverfolgung, und doch gleichzeitig so etwas wie eine religiöse Klammer im römischen Reich.
Christen wurden übrigens unter anderem auch verfolgt, weil sie sich der Schwachen annahmen. Diakonie hat also eine ganz alte Tradition.
Nachdem Konstantin Rom besiegt hatte, somit Alleinherrscher des römischen Reiches war, gab er den Christen Religionsfreiheit (siehe oben) und beendete damit die Christenverfolgungen, folglich unterstützten ihn die Bischöfe fortan auch politisch. Rom wurde nunmehr westliches Hauptzentrum des Christentums, Konstantinopel das östliche Zentrum.
Geprägt waren die ersten Jahrhunderte des Christentums vor allem durch die Auseinandersetzungen mit griechischer Gelehrtentradition und ihrer Philosophie. Es galt, das christliche Denken auf dem Horizont der griechischen Vorstellungen darzustellen. Ein großes Thema dabei war zum Beispiel die Trinität: Wie kann man festhalten an der Aussage, dass es nur einen Gott gibt, aber gleichzeitig von Vater, Sohn und Heiligem Geist gesprochen wird?
Sehr bedeutsam ist, dass innerkirchlich festgehalten wurde, dass die Wurzeln des christlichen Glaubens im Judentum liegen. Die Herkunft unserer Religion aus dem jüdischen ist bis heute für uns moralische Verpflichtung.
Einheit gewann die Kirche durch die damals entstandenen Glaubensbekenntnisse als Grundlage des Glaubens und als Bekenntnis bei der Taufe.
Selbstbewußt darf uns die Tatsache machen, daß das Christentum auch heute noch die am meisten wachsende Religion ist!

Marianne Fricke

 

vorige Seite

nächste Seite

zurüch zum Anfang der Seite  oben

   

 

 

 

 

   

© für alle Seiten und Inhalte liegen bei Jürgen Grote